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Fabrik-Chef nach Giftschlammunglück festgenommen

Die ungarischen Behörden haben nach dem Schlammunglück den Generaldirektor der verantwortlichen Aluminiumfirma festgenommen. Die Kontrolle über die Fabrik soll künftig der Staat übernehmen.

Am Freitag kehren die Bewohner nach Kolontar zurück. Doch das Unglück ist noch nicht ausgestanden: Katastrophenexperten der EU auf der Hauptstrasse des Dorfes.
Am Freitag kehren die Bewohner nach Kolontar zurück. Doch das Unglück ist noch nicht ausgestanden: Katastrophenexperten der EU auf der Hauptstrasse des Dorfes.
Keystone
Devecser am Mittwoch, 13. Oktober. Noch gibt es viel zu reinigen.
Devecser am Mittwoch, 13. Oktober. Noch gibt es viel zu reinigen.
Keystone
Helfer versucht, seine Kleidung zu reinigen.
Helfer versucht, seine Kleidung zu reinigen.
Keystone
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Nach dem Schlammunfall in Westungarn haben die Behörden den Generaldirektor der Ungarischen Aluminium-AG (MAL), Zoltan Bakonyi, festgenommen. Dies gab der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban am Montag im Parlament bekannt.

Vor einer Woche war das Abfallbecken der MAL im westungarischen Ajka geborsten. Fast eine Million Kubikmeter Bauxitschlamm waren bei der Umweltkatastrophe ausgelaufen und hatten mehrere Nachbardörfer überschwemmt. Sieben Menschen starben.

Staatliche Kontrolle für Aluminiumfabrik

Wie Orban weiter ankündigte, wird der ungarische Staat die MAL in seinen Besitz bringen und selbst weiterführen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz ungarischer Geschäftsleute, die bei der Privatisierung der Aluminiumindustrie in den 1990er-Jahren dank ihrer politischen Beziehungen zum Zug gekommen waren. Der festgenommene Generaldirektor Bakonyi ist der Sohn von einem der Mitbesitzer.

Ein Gesetz zur Wiederverstaatlichung der MAL könnte schon am Montag im Parlament gebilligt werden. Orbans rechtskonservativer Bund Junger Demokraten (FIDESZ) verfügt in der Volksvertretung über eine selbst für Verfassungsänderungen ausreichende Zweidrittelmehrheit.

SDA/ske

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