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Fleischkleber im EU-Parlament gestoppt

Die Zulassung eines für sogenanntes Klebefleisch verwendeten Enzyms ist am Mittwoch im EU-Parlament gestoppt worden.

Darf nicht zu Produktion von Klebeschinken eingesetzt werden: Enzym Thrombin.
Darf nicht zu Produktion von Klebeschinken eingesetzt werden: Enzym Thrombin.

Linke und Grüne brachten eine hauchdünne Mehrheit von 370 Stimmen zustande. Die EU-Kommission wollte das umstrittene Thrombin als Lebensmittelzusatzstoff zulassen. Nach der Resolution des Parlaments geht dies nun nicht mehr.

Thrombin wird verwendet, um Fleischstücke zusammenzukleben. Das Verfahren sei «unappetitlich, gesundheitlich nicht unbedenklich und eine klare Täuschung der Verbraucher», begründete die SPD-Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt das Verbot.

Die europäischen Konservativen und Liberalen wollten dagegen lediglich eine Kennzeichnungspflicht für Fleischkleber. «Metzger stellen mit den gleichen Zutaten seit Jahrhunderten Blut- und Leberwurst her», sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP, Holger Krahmer. Beim Klebeschinken gehe es um Geschmacksfragen, «die nicht von Politikern sondern an der Ladentheke entschieden werden» sollten.

ddp/mt

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