Zum Hauptinhalt springen

Flüchtiger Djindjic-Mörder offenbar gefasst

Die kroatische Polizei soll einen der flüchtigen Mörder des früheren serbischen Regierungschefs gefunden haben. Die Abklärungen laufen.

Beim illegalen Grenzübertritt von Kroatien nach Serbien ist der Polizei offenbar einer der flüchtigen Mörder des früheren serbischen Regierungschefs Zoran Djindjic ins Netz gegangen. Die Identität des Mannes müsse noch abschliessend geklärt werden, aber offenbar handle es sich um den zu 40 Jahren Haft verurteilten Milos Simovic, teilte das kroatische Innenministerium am Donnerstag in Zagreb mit.

Der Verdächtige sei am Morgen bei einem abgestimmten Einsatz der Sicherheitskräfte beider Länder gefasst worden. Da er keine Ausweispapiere mit sich geführt habe, müsse die Identität noch bestätigt werden. Die serbischen Behörden kündigten an, einen Auslieferungsantrag zu stellen.

Erster demokratisch gewählte Ministerpräsident Serbiens

Simovic soll sich am Dienstag in Zagreb eine Schiesserei mit dem ebenfalls flüchtigen Mittäter Sretko Kalinic geliefert haben, bei der dieser schwer verletzt wurde. Beide Männer sind für ihre Beteiligung an der Ermordung von Djindjic am 12. März 2003 in Abwesenheit verurteilt worden.

Djindjic war der erste demokratisch gewählte Ministerpräsidenten seines Landes. Der Reformer führte Serbien nach dem Sturz von Slobodan Milosevic im Jahr 2000 näher an den Westen heran und wurde auch als serbischer Kennedy verehrt.

AFP/jak

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch