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Flüchtlinge in Griechenland nähen sich den Mund zu

Seit Tagen harren sie im Niemandsland an der Grenze zu Mazedonien aus: Mehrere Männer protestieren und drohen mit Hungerstreik.

Protest gegen die verstopfte Grenze: Ein Flüchtling mit zugenähtem Mund. (23. November 2015)
Protest gegen die verstopfte Grenze: Ein Flüchtling mit zugenähtem Mund. (23. November 2015)
Giannis Papanikos, Keystone
Mehrere Männer schrieben sich auf Englisch die Worte «Nur Freiheit» und «Iran» auf Brust und Stirn.
Mehrere Männer schrieben sich auf Englisch die Worte «Nur Freiheit» und «Iran» auf Brust und Stirn.
Sakis Mitrolidis, AFP
Sie drohten zudem mit einem Hungerstreik.
Sie drohten zudem mit einem Hungerstreik.
Sakis Mitrolidis, AFP
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Aus Protest gegen den Flüchtlingsstau an der griechisch-mazedonischen Grenze haben sich am Montag mindestens fünf Flüchtlinge den Mund zugenäht. Die Männer stammen nach eigenen Angaben aus dem Iran und harren schon seit Freitag zusammen mit hunderten anderen Flüchtlingen auf den Bahngleisen im Niemandsland zwischen Griechenland und Mazedonien aus. Sie nähten mit einem Faden ihre Lippen zusammen und schrieben sich auf Englisch die Worte «Nur Freiheit» und «Iran» auf Brust und Stirn. Sie drohten zudem mit einem Hungerstreik.

Die Balkanländer Mazedonien, Serbien und Kroatien hatten am Donnerstag damit begonnen, nur noch Flüchtlinge aus bestimmten Konfliktgebieten einreisen zu lassen. Die Grenze passieren durften seither nur noch Syrer, Afghanen und Iraker. Sogenannte Wirtschaftsmigranten werden hingegen abgewiesen. Am griechischen Grenzübergang Idomeni strandeten daraufhin mehr als tausend Menschen - vorwiegend aus Pakistan, Iran, Marokko, Bangladesh und Algerien -, denen die Einreise verweigert wurde.

Mazedonien, Serbien und Kroatien liegen auf der sogenannten Balkanroute, über die hunderttausende Menschen in EU-Länder fliehen. Ein Grossteil von ihnen will nach Deutschland weiter reisen. Besonders viele Menschen kommen aus dem Bürgerkriegsland Syrien und den Konfliktgebieten Irak und Afghanistan. Aber auch Flüchtlinge aus Afrika wie etwa aus dem autoritär regierten Eritrea wollen in Europa ein neues Leben beginnen.

AFP/dia

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