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«Flüchtlinge streiken, weil ihnen Unterkunft nicht gefällt»

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière kritisiert das Verhalten der Flüchtlinge und fordert mehr Kooperationsbereitschaft.

Neuankömmlinge: Ein Beamter kontrolliert im Flüchtlingsaufnahmezentrum in Greven die Papiere von Mitgliedern der Familie Bakari aus Albanien. (3. Dezember 2015)
Neuankömmlinge: Ein Beamter kontrolliert im Flüchtlingsaufnahmezentrum in Greven die Papiere von Mitgliedern der Familie Bakari aus Albanien. (3. Dezember 2015)
Patrik Stollarz, AFP
Flüchtlinge stehen Schlange vor einem Zelt in Berlin, in dem sie registriert werden sollen. (30. November 2015)
Flüchtlinge stehen Schlange vor einem Zelt in Berlin, in dem sie registriert werden sollen. (30. November 2015)
Kay Nietfeld, Ex-Press
Bei der Ankunft in Deutschland begrüssen mehrere Menschen die hauptsächlich aus Syrien stammenden Menschen mit Willkommensschildern und Lebensmitteln.
Bei der Ankunft in Deutschland begrüssen mehrere Menschen die hauptsächlich aus Syrien stammenden Menschen mit Willkommensschildern und Lebensmitteln.
Sean Gallup, Keystone
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Anfangs – also bis zum Sommer – habe man in Deutschland noch Dankbarkeit gespürt, sagt der deutsche Innenminister Thomas de Maizière im «ZDF-heute-journal». Die Flüchtlinge hätten Fragen gestellt, wie: «Wo ist die Polizei?», «Wo ist das Bundesamt?» oder «Wo verteilt ihr uns hin?». Das sei nun anders.

«Bis zum Sommer waren die Flüchtlinge dankbar»: Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière spricht mit zwei syrischen Mädchen beim Besuch eines Flüchtlingslagers im deutschen Friedland. (25. August 2015)
«Bis zum Sommer waren die Flüchtlinge dankbar»: Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière spricht mit zwei syrischen Mädchen beim Besuch eines Flüchtlingslagers im deutschen Friedland. (25. August 2015)

«Sie gehen aus Einrichtungen raus, sie bestellen sich ein Taxi, haben erstaunlicherweise das Geld, um Hunderte von Kilometern durch Deutschland zu fahren.» Immer wieder komme es zu Auseinandersetzungen in Asylunterkünften, sagt der CDU-Politiker. «Sie streiken, weil ihnen die Unterkunft nicht gefällt. Sie machen Ärger, weil ihnen das Essen nicht gefällt.»

Deutschland stösst an seine Grenzen

De Maizière betont jedoch, dass es sich dabei um eine Minderheit handle. «Aber da müssen wir klar sagen, wer hier nach Deutschland kommt, der muss sich dahin verteilen lassen, wohin wir ihn bringen, sich einem fairen Verfahren unterstellen und unsere Rechtsordnung anerkennen.»

Der Minister gibt zu, dass Deutschland an seine Grenzen stosse. «Wir schaffen das nicht ohne Weiteres – das ist schon eine grosse Anstrengung.» Auch der Vizekanzler Sigmar Gabriel sagt zu «Spiegel Online»: «Wir nähern uns in Deutschland mit rasanter Geschwindigkeit den Grenzen unserer Möglichkeiten.» Der SPD-Chef sprach sich für eine offene Auseinandersetzung mit Problemen und Ängsten in der Bevölkerung aus. «Es darf kein Klima geben, in dem jeder, der sich Sorgen macht, gleich als ausländerfeindlich oder rechtsradikal gilt», so Gabriel.

Enthält Material der Nachrichtenagentur SDA.

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