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Gericht ordnet Freilassung von «Cumhuriyet»-Journalist an

Nach elf Monaten in Haft kommt der Kolumnist Kadri Gürsel auf freien Fuss. Der Vorwurf der Verbindungen zu terroristischen Gruppen aber bleibt bestehen.

Im Prozess gegen die regierungskritische Zeitung sind mehrere der angeklagten Mitarbeiter zu langen Haftstrafen verurteilt worden: Eine Demonstrantin hält eine Zeitungsausgabe der «Cumhuriyet» mit dem Titel «Wir wollen Gerechtigkeit» in den Händen. (11. September 2017)
Im Prozess gegen die regierungskritische Zeitung sind mehrere der angeklagten Mitarbeiter zu langen Haftstrafen verurteilt worden: Eine Demonstrantin hält eine Zeitungsausgabe der «Cumhuriyet» mit dem Titel «Wir wollen Gerechtigkeit» in den Händen. (11. September 2017)
Emrah Gurel, Keystone
Von den 17 angeklagten Journalisten und Mitarbeitern der Zeitung wurden 14 zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb Jahren und acht Jahren und einem Monat verurteilt: Demonstranten in Istanbul. (24. Juli 2017)
Von den 17 angeklagten Journalisten und Mitarbeitern der Zeitung wurden 14 zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb Jahren und acht Jahren und einem Monat verurteilt: Demonstranten in Istanbul. (24. Juli 2017)
Erdem Sahin, Keystone
Ein bewaffneter Sicherheitsbeamter vor dem Redaktionsgebäude. (31. Oktober 2016)
Ein bewaffneter Sicherheitsbeamter vor dem Redaktionsgebäude. (31. Oktober 2016)
Keystone
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Im Prozess gegen Mitarbeiter der türkischen Zeitung «Cumhuriyet» hat ein türkisches Gericht die Freilassung des Journalisten Kadri Gürsel angeordnet. Der Richter erklärte, dass Gürsel nach elf Monaten Haft auf freien Fuss komme, der Vorwurf der Verbindungen zu terroristischen Gruppen aber bestehen bleibe, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP heute Abend. Vier andere Journalisten müssen in Haft bleiben. Der Prozess wurde auf den 31. Oktober vertagt.

Gürsel zählt zu den anerkanntesten Journalisten der Türkei. (Bild: Twitter/kadrigursel)
Gürsel zählt zu den anerkanntesten Journalisten der Türkei. (Bild: Twitter/kadrigursel)

Den insgesamt 17 angeklagten Journalisten und Mitarbeitern von «Cumhuriyet» wird die Unterstützung der Gülen-Bewegung sowie der ebenfalls verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeworfen. Die Zeitung sieht in dem Prozess einen Versuch der Regierung, eines der letzten unabhängigen Blätter des Landes zum Schweigen zu bringen. Die «Cumhuriyet»-Mitarbeiter weisen die Vorwürfe der Anklage zurück und betonen, dass die Zeitung die Gülen-Bewegung und die kurdischen Separatisten immer kritisiert habe.

AFP/nag

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