Zum Hauptinhalt springen

Google löscht Karte mit Flüchtlingsheimen

Die umstrittene Landkarte, die Asylunterkünfte in Deutschland zeigt, ist entfernt worden. Google reagiert damit auf die Kritik, Fremdenhass zu schüren.

Soll zu Hass und Gewalt aufrufen: Die umstrittene Karte von Google «My Maps». (16.Juli 2015)
Soll zu Hass und Gewalt aufrufen: Die umstrittene Karte von Google «My Maps». (16.Juli 2015)
google my maps

Die Landkarte Deutschlands mit dem Titel «Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft» ist vom Netz genommen worden. Sie zeigte die genauen Standorte und zum Teil sogar die Anzahl Asylbewerber, die in den Heimen untergebracht sind. Die Karte wurde mit dem Google-Dienst «My Maps» erstellt – darin können Nutzer eigene Karten erstellen.

Google habe den Fall mehrere Tage lang geprüft und die Karte in der Nacht gelöscht, schreibt der «Spiegel». Die Landkarte soll gegen eine interne Richtlinie des Konzerns verstossen. Inhalte, die Hass fördern, werden demnach gelöscht. Linke Aktivisten hatten dagegen protestiert. Sie sahen dahinter einen Aufruf zu Protesten oder gar zu Gewalt und Anschlägen gegen Ausländer und riefen dazu auf, die Karte bei Google unter dem Löschgrund «enthält Inhalte, die zu Hass aufrufen oder gewalttätig sind» zu melden.

Im letzten Jahr kam es in Deutschland zu zahlreichen Anschlägen auf Flüchtlingsheime. Dutzende Asylunterkünfte wurden landesweit angezündet, beschädigt oder mit Hakenkreuzen beschmiert. Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass Unbekannte am Wochenende Schüsse auf ein Flüchtlingsheim im sächsischen Böhlen abgefeuert haben. Verletzt wurde dabei niemand.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch