Häme mit Liverpool-Wunder im britischen Parlament

Jeremy Corbyn riet Theresa May, sich bei Jürgen Klopp ein paar Tipps zu holen. Die Premierministerin gab schlagfertig zurück.

«Nehmen Sie sich Liverpool als Vorbild»: Jeremy Corbyn zu Theresa May. (Video: Tamedia)

Liverpools Coach Jürgen Klopp hat in Grossbritannien inzwischen Heldenstatus erreicht. Die für unmöglich gehaltene Qualifikation für den Final in der Champions League nach dem 4:0-Sieg über Barcelona hebt ihn dabei nur noch höher. Der deutsche Fussball-Trainer schaffte es sogar, wenngleich unfreiwillig, am Mittwoch ins britische Parlament. Als leuchtendes Vorbild.

Oppositionschef Jeremy Corbyn hatte die glücklose Premierministerin damit aufgezogen, dass sie sich ja nach dem «erstaunlichen Sieg von Liverpool» ein paar Tipps vom Trainer holen könne, wie man in Europa gute Ergebnisse hole. Corbyn zielte logischerweise darauf ab, dass May in den Brexit-Verhandlungen mit Brüssel nicht gut ausgesehen habe.

May konterte mit einem Gag, der so klang, als habe sie ihn in ihrem Büro noch schnell vorgeschrieben – in der sicheren Erwartung, dass genau so etwas in Westminster auf den Tisch kommen würde.

May konterte also selbstsicher: Genau, sie wolle sich Liverpool als Vorbild nehmen. Wer nämlich glaube, es sei alles vorbei, das Königreich habe gegenüber der EU den Kürzeren gezogen, die Uhr ticke, und sie solle jetzt endlich ihre Niederlage einräumen, der täusche sich: «Tatsächlich können wir immer noch gewinnen – wenn wir zusammenhalten.»

sz.de

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