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Hilfskonvoi befindet sich in der Abfertigung

Nach Tagen des Stillstands kommt Bewegung in den russischen Hilfskonvoi vor der ukrainischen Grenze. Zurzeit läuft die Abfertigung der mehr als 200 Wagen.

Nach tagelangem Hin und Her hat die russische Hilfsmission für die Ostukraine offenbar eine entscheidende Hürde genommen: Heute begann die Abfertigung der mehr als 200 Wagen an einem von Rebellen kontrollierten ukrainischen Grenzübergang, wie der ukrainische Grenzschutz mitteilte. Zwei Fahrzeuge des Roten Kreuzes fuhren bereits von Russland aus auf ukrainisches Gebiet

Gedacht sind die Hilfsgüter nach russischen Angaben für die notleidenden Menschen in der umkämpften Stadt Lugansk. Die Ukraine befürchtet jedoch einen Trick, um den prorussischen Separatisten in der Region zu helfen. Deshalb wurde der Konvoi eine Woche lang an der russisch-ukrainischen Grenze aufgehalten.

Insgesamt 16 Hilfsfahrzeuge

Das südrussische Zollamt teilte mit, 16 Hilfsfahrzeuge seien gestern in den russischen Zollbereich hineingefahren. Diese Zone ist mit dem ukrainischen Übergang Iswaryne direkt verbunden. Sprecher Rajan Farukschin sagte, vier der Lastwagen seien bereits von russischer Seite überprüft worden. Anschliessend müssten die Fahrzeuge auch von der Ukraine eine Genehmigung bekommen, ehe sie ins Land fahren dürften.

Die Ukraine wirft Russland vor, die Aufständischen auch militärisch zu unterstützen, seit die Kämpfe Mitte April begonnen haben. Russland dementiert das. AP-Journalisten berichteten jedoch, sie hätten eine bedeutende Zahl an russischen Kämpfern unter den Rebellen gesehen. Moskau liess wissen, es handele sich dabei um Personen, die sich selbst entschlossen hätten, an der Seite der Separatisten zu kämpfen.

Immer dichter an die Rebellenhochburg ran

Zuletzt hatten ukrainische Regierungstruppen in dieser Woche deutliche Erfolge im Kampf mit den Separatisten verbucht und waren immer dichter an die Rebellenhochburg Donezk herangekommen. Bis Sonntag - dem Unabhängigkeitstag der Ukraine - wollen die Regierungstruppen Berichten zufolge einen Durchbruch erreichen.

Bei weiteren Kämpfen wurden innerhalb eines Tages nach Behördenangaben weitere fünf Regierungssoldaten sowie zwei Zivilisten getötet. Die Truppen seien bei dem Versuch des ukrainischen Militärs gestorben, weitere Teile der von den Separatisten gehaltenen Gegenden unter ihre Kontrolle zu bringen.

Kämpfe gehen weiter

Derzeit toben die Kämpfe vor allem um die Rebellenbastionen Lugansk und Donezk. Allein rund um Donezk kamen am Mittwoch mehr als 50 Soldaten und Zivilisten um. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Andrej Lyssenko, sagte am Donnerstag, heftig werde vor allem um die Stadt Ilowaisk rund 40 Kilometer östlich von Donezk gekämpft.Die Stadt sei aber unter der Kontrolle der Regierungstruppen.

Dem Konflikt in der Ukraine sind mittlerweile 2000 Menschen zum Opfer gefallen, mehr als 340'000 mussten fliehen.

SDA/rub

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