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«Ich sehe noch keinen Grund zum Feiern»

Russland hat heute ein gigantisches Amnestiegesetz gutgeheissen. Bis zu 20'000 Häftlinge sollen davon profitieren – darunter auch der Schweizer Aktivist Marco Weber. Gesichert ist allerdings noch nichts.

Martin Sturzenegger
Glücklich über die russische Grenze gelangt: Der Schweizer Aktivist Marco Weber umarmt seine Aktivisten-Kollegin Sini Saarela in Finnland. Nun ist er zurück in der Schweiz.
Glücklich über die russische Grenze gelangt: Der Schweizer Aktivist Marco Weber umarmt seine Aktivisten-Kollegin Sini Saarela in Finnland. Nun ist er zurück in der Schweiz.
Greenpeace.org
Kann endlich aufatmen: Marco Weber nachdem er die Ausreiseerlaubnis erhalten hat. (26. Dezember 2013)
Kann endlich aufatmen: Marco Weber nachdem er die Ausreiseerlaubnis erhalten hat. (26. Dezember 2013)
Keystone
Endlich frei: Die britische Aktivistin Alexandra Harris (rechts) in St. Petersburg. (22. November 2013)
Endlich frei: Die britische Aktivistin Alexandra Harris (rechts) in St. Petersburg. (22. November 2013)
EPA/Greenpeace
Auch er darf nach Hause: Der Australier Colin Russell.
Auch er darf nach Hause: Der Australier Colin Russell.
Reuters
Auf Kaution freigelassen: Die britische Aktivistin Alexandra Harris. (20. November 2013)
Auf Kaution freigelassen: Die britische Aktivistin Alexandra Harris. (20. November 2013)
AFP
Prägte die Greenpeace-Aktion an vorderster Front und wird nun auf Kaution freigelassen: Die finnische Aktivistin Sini Saarela. (19. November 2013)
Prägte die Greenpeace-Aktion an vorderster Front und wird nun auf Kaution freigelassen: Die finnische Aktivistin Sini Saarela. (19. November 2013)
Keystone
Wurde gegen Kaution freigelassen: Die russische Ärztin Ekaterina Saspa. (18. November 2013)
Wurde gegen Kaution freigelassen: Die russische Ärztin Ekaterina Saspa. (18. November 2013)
Keystone
Auf freien Fuss gesetzt: Der Greenpeace-Fotograf Denis Sinyakow. (18. November 2013)
Auf freien Fuss gesetzt: Der Greenpeace-Fotograf Denis Sinyakow. (18. November 2013)
Keystone
Ebenfalls aus der Haft entlassen: Der russische Aktivist Andrey Allachwerdow. (18. November 2013)
Ebenfalls aus der Haft entlassen: Der russische Aktivist Andrey Allachwerdow. (18. November 2013)
Keystone
Verlängerung der U-Haft bis Februar 2014: Der britische Aktivist Kieron Bryan. (18. November 2013)
Verlängerung der U-Haft bis Februar 2014: Der britische Aktivist Kieron Bryan. (18. November 2013)
Keystone
Ihm drohen sieben Jahre Haft: Der Schweizer Greenpeace-Aktivist Marco Weber in Haft in Russland.
Ihm drohen sieben Jahre Haft: Der Schweizer Greenpeace-Aktivist Marco Weber in Haft in Russland.
Keystone
Will sich für die Aktivisten opfern: Greenpeace-Chef Kumi Naidoo.
Will sich für die Aktivisten opfern: Greenpeace-Chef Kumi Naidoo.
Maxim Shemetov/Files, Reuters
Einer der 30 inhaftierten Greenpeace-Aktivisten: Der Fotograf Denis Sinyakov auf einem Bildschirm in einem Gerichtssaal in Murmansk. (8. Oktober 2013)
Einer der 30 inhaftierten Greenpeace-Aktivisten: Der Fotograf Denis Sinyakov auf einem Bildschirm in einem Gerichtssaal in Murmansk. (8. Oktober 2013)
People-Press
Unterstützung für die Arctic 30: Solidaritätskundgebung in Moskau. (8. Oktober 2013)
Unterstützung für die Arctic 30: Solidaritätskundgebung in Moskau. (8. Oktober 2013)
Reuters
Eduard Weber, Vater von Marco Weber, spricht im Oktober an einer Medienkonferenz. (4. Oktober 2013)
Eduard Weber, Vater von Marco Weber, spricht im Oktober an einer Medienkonferenz. (4. Oktober 2013)
Keystone
Solidaritätskundgebung in Helsinki, Finnland. (8. Oktober 2013)
Solidaritätskundgebung in Helsinki, Finnland. (8. Oktober 2013)
AFP
Freunde und Familie der 30 inhaftierten Aktivisten vor der russischen Botschaft in London. (5. Oktober 2013)
Freunde und Familie der 30 inhaftierten Aktivisten vor der russischen Botschaft in London. (5. Oktober 2013)
Reuters
Jenny Main und Becky Mercer, Freunde des verhafteten Aktivisten Alex Harris, vor der russischen Botschaft in London. (5. Oktober 2013)
Jenny Main und Becky Mercer, Freunde des verhafteten Aktivisten Alex Harris, vor der russischen Botschaft in London. (5. Oktober 2013)
Reuters
Auch in Sydney fordern Greenpeace-Mitglieder die Freilassung der Arctic 30. (5. Oktober 2013)
Auch in Sydney fordern Greenpeace-Mitglieder die Freilassung der Arctic 30. (5. Oktober 2013)
Keystone
In dieser Anstalt in Apatity befinden sich einige der 30 Greenpeace-Aktivisten.
In dieser Anstalt in Apatity befinden sich einige der 30 Greenpeace-Aktivisten.
AFP
Soll zwei Monate in Untersuchungshaft bleiben: Der britische Greenpeace-Aktivist Anthony Perrett. (29. September 2013)
Soll zwei Monate in Untersuchungshaft bleiben: Der britische Greenpeace-Aktivist Anthony Perrett. (29. September 2013)
REUTERS/Sergei Eshchenko
Unter Kontrolle der russischen Behörden: Die Arctic Sunrise im Hafen von Murmansk. (27. September 2013)
Unter Kontrolle der russischen Behörden: Die Arctic Sunrise im Hafen von Murmansk. (27. September 2013)
Dmitri Sharomov/Greenpeace, Reuters
Jeder Aktivist wurde einzeln verhört: Der Schweizer Marco Weber wird ins Gericht geführt. (26. September 2013)
Jeder Aktivist wurde einzeln verhört: Der Schweizer Marco Weber wird ins Gericht geführt. (26. September 2013)
Reuters
Greenpeace kritisiert die Aktion als Einschüchterungsversuch: Marco Weber steht in einem Käfig vor dem Richter. (26. September 2013)
Greenpeace kritisiert die Aktion als Einschüchterungsversuch: Marco Weber steht in einem Käfig vor dem Richter. (26. September 2013)
Greenpeace, Reuters
Wurde ebenfalls verhört: Die niederländische Aktivistin Faiza Oulahsen. (26. September 2013)
Wurde ebenfalls verhört: Die niederländische Aktivistin Faiza Oulahsen. (26. September 2013)
Greenpeace, Reuters
Noch ist unklar, wann der eigentliche Prozess beginnt: Ein Polizist bewacht den Greenpeace-Aktivisten Roman Dolgov im Gerichtssaal in Murmansk. (26. September 2013)
Noch ist unklar, wann der eigentliche Prozess beginnt: Ein Polizist bewacht den Greenpeace-Aktivisten Roman Dolgov im Gerichtssaal in Murmansk. (26. September 2013)
Keystone
Die verhafteten Mitglieder von Greenpeace winken aus einem Bus in Murmansk. (25. September 2013)
Die verhafteten Mitglieder von Greenpeace winken aus einem Bus in Murmansk. (25. September 2013)
Keystone
Ein Schiff der Küstenwache bewacht die Arctic Sunrise. (24. September 2013)
Ein Schiff der Küstenwache bewacht die Arctic Sunrise. (24. September 2013)
Reuters
Nun ankert das Boot vor dem russischen Murmansk
Nun ankert das Boot vor dem russischen Murmansk
AFP
Sechs Kletteraktivisten befanden sich an Bord des Schiffes. Darunter auch der Schweizer Marco Weber (links).
Sechs Kletteraktivisten befanden sich an Bord des Schiffes. Darunter auch der Schweizer Marco Weber (links).
Greenpeace
Der 28-Jährige wurde bei seiner Aktion am Mittwoch von der russischen Küstenwache verhaftet.
Der 28-Jährige wurde bei seiner Aktion am Mittwoch von der russischen Küstenwache verhaftet.
Greenpeace
Auf dem Schiff Arctic Sunrise befanden sich 30 Greenpeace-Aktivisten.
Auf dem Schiff Arctic Sunrise befanden sich 30 Greenpeace-Aktivisten.
Greenpeace
Die Aktivisten näherten sich vergangene Woche mit Gummibooten der Ölplattform: Greenpeace-Mitglieder in Russland. (18. September 2013)
Die Aktivisten näherten sich vergangene Woche mit Gummibooten der Ölplattform: Greenpeace-Mitglieder in Russland. (18. September 2013)
AFP
... und die Küstenwache reagierte mit Warnschüssen. (18. September 2013)
... und die Küstenwache reagierte mit Warnschüssen. (18. September 2013)
AFP
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Zum 20-Jahre-Jubiläum der russischen Verfassung leistet sich Wladimir Putin eine Art Imagekampagne. Ein Amnestiegesetz soll Tausenden in Russland Inhaftierten die Freiheit gewähren. Davon sollen auch die 30 Greenpeace-Aktivisten profitieren, die seit September in Russland festgehalten werden.

Das russische Parlament hat heute einstimmig ein entsprechendes Gesetz gutgeheissen. Die Aktivisten, unter denen sich auch der Schweizer Marco Weber befindet, hatten Glück. Im letzten Moment wurde dem Gesetz noch eine Änderung hinzugefügt, die auch noch nicht Verurteilten den Straferlass gewähren soll. Die Umweltschützer warten in St. Petersburg noch immer auf ihren Prozess. Sie waren zunächst wegen Piraterie und später wegen Rowdytums angeklagt worden.

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