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«Ich weiss, dass es nicht einfach ist»

EU-Ratspräsident Donald Tusk drängt London zu einer baldigen EU-Austrittsverhandlung. Premierministerin Theresa May will aber noch warten.

Trafen sich um das EU-Austrittsverfahren zu besprechen: Donald Tusk und Theresa May in London. (8. September 2016)
Trafen sich um das EU-Austrittsverfahren zu besprechen: Donald Tusk und Theresa May in London. (8. September 2016)

Er will Nägel mit Köpfen machen: EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die britische Regierung aufgefordert, so schnell wie möglich in die Verhandlungen über den Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union einzutreten.

«Ich weiss, dass es nicht einfach ist. Aber ich hoffe immer noch, dass Sie in der Lage sein werden, diesen Prozess so schnell wie möglich in Gang zu setzen», sagte Tusk am Donnerstag bei einem Treffen mit der britischen Regierungschefin Theresa May in London.

Der EU-Ratspräsident bekräftigte im Kurzbotschaftendienst Twitter, das Ziel für die Zukunft seien «engstmögliche Beziehungen zwischen der EU und Grossbritannien». Tusk bereist derzeit zahlreiche europäische Hauptstädte, um das Gipfeltreffen der 27 EU-Staaten ohne Grossbritannien am Freitag kommender Woche in Bratislava vorzubereiten, auf dem über die Folgen des Brexit für die EU beraten werden soll.

Zweifähriges Verfahren

Die Briten hatten in einem Referendum am 23. Juni für einen Ausstieg ihres Landes aus der EU gestimmt. Nun muss London offiziell das Austrittsverfahren nach Artikel 50 in Gang setzen – was May in diesem Jahr aber noch nicht tun will.

Die EU pocht darauf, dass die Verhandlungen über die Entflechtung der Beziehungen erst mit der Einleitung des Austrittsverfahrens beginnen können. Grossbritannien bleibt bis zum Ende des maximal zweijährigen Verfahrens EU-Mitglied.

SDA/kat

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