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Feuer und Explosion im Dschungel von Calais

Grosse Teile des französischen Flüchtlingslagers stehen in Flammen. Ein Mann wurde verletzt.

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Bei der Räumung des Camps in Calais ist es zu mindestens einer Explosion, Dutzenden Bränden und Ausschreitungen gekommen: Ein Bild einer Explosion. (26. Oktober 2016)
Bei der Räumung des Camps in Calais ist es zu mindestens einer Explosion, Dutzenden Bränden und Ausschreitungen gekommen: Ein Bild einer Explosion. (26. Oktober 2016)
François Nascimbeni, AFP
Feuerwehrleute wurden nach eigenen Angaben mit Steinen beworfen und mussten von Bereitschaftspolizisten geschützt werden: Die Flammen zerstören eine der Hütten. (26. Oktober 2016)
Feuerwehrleute wurden nach eigenen Angaben mit Steinen beworfen und mussten von Bereitschaftspolizisten geschützt werden: Die Flammen zerstören eine der Hütten. (26. Oktober 2016)
Philippe Huguen, AFP
Von den Brandherden steigen dicke Rauchwolken auf. (26. Oktober 2016)
Von den Brandherden steigen dicke Rauchwolken auf. (26. Oktober 2016)
Denis Charlet, AFP
Ein Behördensprecher sagte, ein Migrant sei leicht verletzt und ins Krankenhaus von Calais eingeliefert worden. (26. Oktober 2016)
Ein Behördensprecher sagte, ein Migrant sei leicht verletzt und ins Krankenhaus von Calais eingeliefert worden. (26. Oktober 2016)
Emilio Morenatti/AP, Keystone
Die zuständige Präfektin wirft den Flüchtlingen vor, die Brände selbst gelegt zu haben: Eine Totale zeigt das Ausmass der Zerstörung. (26. Oktober 2016)
Die zuständige Präfektin wirft den Flüchtlingen vor, die Brände selbst gelegt zu haben: Eine Totale zeigt das Ausmass der Zerstörung. (26. Oktober 2016)
Emilio Morenatti/AP, Keystone
Die Behörden setzten die Räumung trotz der Brände und der Ausschreitungen fort: Migranten verlassen den «Dschungel».
Die Behörden setzten die Räumung trotz der Brände und der Ausschreitungen fort: Migranten verlassen den «Dschungel».
Emilio Morenatti/AP, Keystone
Feuerwehrleute wurden nach eigenen Angaben mit Steinen beworfen und mussten von Bereitschaftspolizisten geschützt werden. (26. Oktober 2016)
Feuerwehrleute wurden nach eigenen Angaben mit Steinen beworfen und mussten von Bereitschaftspolizisten geschützt werden. (26. Oktober 2016)
Matt Dunham/AP, Keystone
Dicker Rauch steigt von den verschiedenen Brandherden auf. (26. Oktober 2016)
Dicker Rauch steigt von den verschiedenen Brandherden auf. (26. Oktober 2016)
Philippe Huguen, AFP
Seit Montag verlassen die Bewohner das Camp teils freiwillig: Flüchtlinge steigen in einen von rund 60 Bussen. (24. Oktober 2016)
Seit Montag verlassen die Bewohner das Camp teils freiwillig: Flüchtlinge steigen in einen von rund 60 Bussen. (24. Oktober 2016)
Denis Charlet, AFP
Nach Angaben der Präfektin haben die meisten Menschen das Lager bereits verlassen, es befänden sich nur noch etwa tausend Menschen im Lager. (26. Oktober 2016)
Nach Angaben der Präfektin haben die meisten Menschen das Lager bereits verlassen, es befänden sich nur noch etwa tausend Menschen im Lager. (26. Oktober 2016)
Philippe Huguen, AFP
Wo die Migranten hingefahren werden, wird mit einem Armband festgehalten: Die Szene im Registrierzentrum.
Wo die Migranten hingefahren werden, wird mit einem Armband festgehalten: Die Szene im Registrierzentrum.
Emilio Morenatti, Keystone
Andrang am Versammlungspunkt: Zwischen 6000 und 8000 Flüchtlinge sollen mit Bussen in Aufnahmezentren verteilt werden. (24. Oktober 2016)
Andrang am Versammlungspunkt: Zwischen 6000 und 8000 Flüchtlinge sollen mit Bussen in Aufnahmezentren verteilt werden. (24. Oktober 2016)
Etienne Laurent, Keystone
Viele Flüchtlinge tragen Koffer und Kleiderbündel bei sich.
Viele Flüchtlinge tragen Koffer und Kleiderbündel bei sich.
Philippe Huguen, AFP
Den Menschen sollen zwei Regionen vorgegeben werden, zwischen denen sie wählen können. Ausgenommen sind der Grossraum Paris und Korsika.
Den Menschen sollen zwei Regionen vorgegeben werden, zwischen denen sie wählen können. Ausgenommen sind der Grossraum Paris und Korsika.
Etienne Laurent, Keystone
Die Behörden setzen auf Freiwilligkeit. «Keiner wird gezwungen, sich in einen Bus zu setzen», so der Sprecher des Pariser Innenministeriums Pierre-Henri Brandet.
Die Behörden setzen auf Freiwilligkeit. «Keiner wird gezwungen, sich in einen Bus zu setzen», so der Sprecher des Pariser Innenministeriums Pierre-Henri Brandet.
Philippe Huguen, AFP
Letztes Aufbäumen vor der Räumung: Migranten werfen Steine auf französische Polizisten im Flüchtlingscamp von Calais. (22. Oktober 2016)
Letztes Aufbäumen vor der Räumung: Migranten werfen Steine auf französische Polizisten im Flüchtlingscamp von Calais. (22. Oktober 2016)
Emilio Morenatti, Keystone
Laut einem Bericht des Nachrichtensenders BFMTV setzte die Polizei Tränengas gegen die Krawallmacher ein.
Laut einem Bericht des Nachrichtensenders BFMTV setzte die Polizei Tränengas gegen die Krawallmacher ein.
Etienne Laurent, Keystone
Die französische Regierung will das umstrittene Lager, in dem nach offiziellen Angaben etwa 6500 Flüchtlinge leben, in den nächsten Tagen auflösen.
Die französische Regierung will das umstrittene Lager, in dem nach offiziellen Angaben etwa 6500 Flüchtlinge leben, in den nächsten Tagen auflösen.
Etienne Laurent, Keystone
Die Flüchtlinge sollen mit Bussen in Aufnahmezentren im ganzen Land gebracht werden.
Die Flüchtlinge sollen mit Bussen in Aufnahmezentren im ganzen Land gebracht werden.
Emilio Morenatti, Keystone
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Grosse Teile des als «Dschungel» bezeichneten Flüchtlingslagers bei Calais sind während der Räumungsarbeiten dort in Flammen aufgegangen. Feuerwehrleute löschten mehrere Dutzend Feuer, die von Migranten gelegt worden waren, als sie das Camp nahe der nordfranzösischen Stadt verlassen hatten.

Bei den Bränden ist ein Syrer leicht verletzt worden. In der Nacht waren mehrere Zelte und Hütten in Flammen aufgegangen. Feuerwehrleute wurden nach eigenen Angaben mit Steinen beworfen und mussten von Bereitschaftspolizisten geschützt werden.

Räumung bis am Abend abgeschlossen

Die Behörden setzen die Räumung trotz der Brände fort. Nach Angaben der Präfektur halten sich noch rund 1000 Menschen in dem Lager auf. Die Räumung werde bis am Abend abgeschlossen sein.

Die für Calais zuständige Präfektin Fabienne Buccio warf den Flüchtlingen vor, die Brände selbst gelegt zu haben. Sie sprach von einer «Tradition bestimmter Gruppen, ihre Unterkünfte vor dem Aufbruch zu zerstören». Bei der Explosion von zwei Gasflaschen im Eingangsbereich des Lagers erlitt ein Syrer eine Verletzung am Trommelfell. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Arbeiter reissen Zelte ab

Ein Feuerwehrmann sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Bereitschaftspolizei sei im Einsatz gewesen: «Wir sind mit Steinen beworfen worden und mussten unter dem Schutz von Polizeikräften eingreifen.» Nach Angaben eines Polizeivertreters wurden 150 bis 200 Flüchtlinge aus dem Lager weggebracht und werden nun von Hilfsorganisationen betreut. Darunter seien vor allem Afghanen und Syrer.

Nach Angaben der Präfektin haben die meisten Menschen das Lager bereits verlassen. Nach einer aktuellen Schätzung hielten sich zuletzt nur noch tausend Menschen im «Dschungel» auf, sagte Buccio. Sie sollten mit Bussen in Aufnahmezentren in anderen Landesteilen gebracht werden. Arbeiter rissen weiter leere Zelte und Hütten ab. Dabei kamen erneut Schaufelbagger zum Einsatz.

(AFP)

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