Zum Hauptinhalt springen

Im Netz der forschen Stocherer

Im Skandal um Jérôme Cahuzac beweist die erfolgreiche französische Onlinezeitung «Mediapart» ihre politische Unabhängigkeit.

Von «Le Monde» zu «Mediapart»: Edwy Plenel, ehemaliger Trotzkist, ist Chef der von zwei Dutzend Journalisten.
Von «Le Monde» zu «Mediapart»: Edwy Plenel, ehemaliger Trotzkist, ist Chef der von zwei Dutzend Journalisten.
AFP

Sie triumphieren bescheiden bei «Mediapart», obschon es viele Gründe gäbe, laut zu jubeln. Vor allem diesen: Sie hatten recht. Was wurde das junge Pariser Rechercheportal, gegründet 2008, in den letzten Monaten nicht kritisiert. Nichts habe es in der Hand, hiess es, keine Beweise für die schweren Anschuldigungen gegen Jérôme Cahuzac, den gefallenen Budgetminister. Für diese Unterstellung, der Sozialist habe ein Schwarzkonto im Ausland. «Wo, wo, wo – wo sind die Beweise?», fragte eine Interviewerin am Staatsradio den Gründer und Chef von «Mediapart», Edwy Plenel, einst Chefredaktor von «Le Monde». Fast inquisitorisch hörte sich das an.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.