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In Grossbritannien wird es spannend

In den letzten Umfragen vor der Parlamentswahl von heute liegen die Tories mit der Labour-Partei gleichauf. Die Wahllokale im Vereinigten Königreich öffnen um 8 Uhr.

Die Tories von Premier David Cameron – hier mit seiner Frau Samantha bei einem Wahlkampfanlass in Manchester – erreichen gemäss der jüngsten BBC-Umfrage 34 Prozent.
Die Tories von Premier David Cameron – hier mit seiner Frau Samantha bei einem Wahlkampfanlass in Manchester – erreichen gemäss der jüngsten BBC-Umfrage 34 Prozent.
AFP
Die Labour-Partei von Ed Miliband liegt mit 33 Prozent knapp hinter den Konservativen. Den Umfragen zufolge schafft keine der beiden Grossparteien die absolute Mehrheit im Unterhaus.
Die Labour-Partei von Ed Miliband liegt mit 33 Prozent knapp hinter den Konservativen. Den Umfragen zufolge schafft keine der beiden Grossparteien die absolute Mehrheit im Unterhaus.
Reuters
Labour-Chef Ed Miliband geisselt die Politik der Cameron-Regierung als reine «Klientelpolitik» für Reiche und Mächtige. Die Ungleichheiten im Land hätten enorm zugenommen, die Einkünfte der Mittelklasse seien drastisch gesunken.
Labour-Chef Ed Miliband geisselt die Politik der Cameron-Regierung als reine «Klientelpolitik» für Reiche und Mächtige. Die Ungleichheiten im Land hätten enorm zugenommen, die Einkünfte der Mittelklasse seien drastisch gesunken.
AFP
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Die letzten Umfragen vor der Parlamentswahl in Grossbritannien lassen weiterhin ein sehr knappes Rennen zwischen den regierenden Tories von Premierminister David Cameron und der oppositionellen Labour-Partei von Ed Miliband erwarten. Die am Mittwochabend veröffentlichten Umfragen der Institute YouGov, ICM und Survation sahen die beiden Parteien gleichauf mit jeweils 34 Prozent, 35 Prozent oder 31,4 Prozent.

In den Umfragen von TNS, Opinium und Comres lagen Camerons Konservative ein Prozentpunkt vor Labour: TNS ermittelte einen Stand von 33 zu 32 Prozent und Opinium sowie Comres von 35 zu 34 Prozent. In einer Umfrage von Panelbase lag Labour hingegen mit 33 Prozent vor den Tories mit 31 Prozent.

«Das Drama beginnt am Freitag»

Die letzten Umfragen, die vor dem Urnengang veröffentlicht werden durften, zeigten, «dass Labour und die Konservativen Gleichstand erreicht haben», erklärte die Chefin für Politik und Soziales beim Institut TNS, Michelle Harrison. «Wir erleben ein Grossbritannien in einem politischen Fluss und nach einem langweiligen Wahlkampf beginnt das eigentliche Drama am Freitag.»

Dabei wird es wohl auf die noch zahlreichen Unentschlossenen ankommen. Laut Comres wusste jeder vierte Wahlwillige noch nicht sicher, wem er seine Stimme gibt. Es wird nicht damit gerechnet, dass eine der beiden grossen Parteien im 650 Sitze zählenden Parlament die absolute Mehrheit erreicht. In diesem Fall müsste sich die stärkste Kraft auf die Suche nach einem Koalitionspartner machen. Experten schliessen eine wochenlange Hängepartie nicht aus.

Was erreicht Ukip?

Wahrscheinlichster Koalitionspartner von Camerons Tories sind die Liberaldemokraten von Nick Clegg, die seit 2010 als Juniorpartner in der Regierung sitzen. Auch eine von der Schottischen Nationalpartei (SNP) tolerierte Labour-Minderheitsregierung ist denkbar.

Mit Spannung wird zudem das Abschneiden der EU-feindlichen United Kingdom Independence Party (Ukip) erwartet. Die Wahllokale sind am Donnerstag von 8 bis 23 Uhr MESZ geöffnet. Prognosen werden unmittelbar im Anschluss erwartet, das Endergebnis soll am Freitag bekannt gegeben werden.

AFP/chk

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