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In Schweden brodelt es unter der Oberfläche

André Anwar, Skandinavien-Korrespondent, zur Flüchtlingsdiskussion in Schweden.

Die Verdopplung des diesjährigen Flüchtlingsstroms verunsichert immer mehr Schweden. Rund 190000 sollen nun kommen, weniger als 80000 waren erwartet worden. In das Land kamen schon im letzten Jahr pro Kopf deutlich mehr Flüchtlinge als nach Deutschland – ein Rekord in Europa.

Erstmals haben sich nun die bürgerlichen Parteien vom flüchtlingsfreundlichen Pakt mit der rotgrünen Regierung abgewandt und fordern schärfere Gesetze. Im Vorfeld lösten sie eine europaweit einmalige parlamentarische Übereinkunft mit dem Block der linken Minderheitsregierung auf. Das hatte dieser mehr Handlungsfreiheit gegeben. So wollte man ein Szenario wie etwa in Dänemark vermeiden, wo inzwischen alle Parteien den Rechtspopulisten mit einwanderungskritischen Botschaften hinterhereifern.

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