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IS möchte einen Religionskrieg anzetteln

Frankreich-Korrespondent Stefan Brändle über die Reaktionen auf den IS-Terror.

Das Ziel des IS sei es, einen Religionskrieg anzuzetteln, meinte Premierminister Manuel Valls nach der Ermordung eines 86-jährigen Priesters im Normandie-Ort Saint-Etienne-du-Rouvray und dem Bekennerschreiben der Terrormiliz IS. Valls, der innerhalb der Sozialistischen Partei als Hard­liner gilt, benützt das Wort «Krieg» so oft wie der konservative Oppositionschef Nicolas Sarkozy. Beide sehen Frankreich im Krieg gegen die Islamisten.

Die religiösen Würdenträger äusserten sich am Tag nach der grausamen Tat zurückhaltender. Präsident François Hollande hatte die Landesvertreter der Katholiken, Protestanten, Orthodoxen, Muslime, Juden und Buddhisten an seinen Pariser Amtssitz geladen, um ein Zeichen des Zusammenstehens zu setzen. Der Pariser Erzbischof André Vingt-Trois erklärte nach dem Empfang: «Wir dürfen nicht zulassen, in die Politik des IS hin-eingezogen zu werden, der Kinder derselben Familie gegeneinander aufbringen will.» Die harmonischen Beziehungen zwischen den Glaubensgemeinschaften Frankreichs seien ein wichtiges Element für den Zusammenhalt der ganzen Gesellschaft, meinte der Kardinal.

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