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Die Polizei sucht Moussa Oukabir

Der im Zusammenhang mit dem Anschlag in Barcelona verhaftete 28-jährige Marokkaner hat einen Bruder. Dieser gilt nun als Hauptverdächtiger.

Zehntausende nahmen an einem Marsch gegen Terrorismus in Barcelona teil. König Felipe VI (Mitte) steht zwischen dem Premierminister Mariano Rajoy (links) und dem Präsidenten Kataloniens, Carles Puigdemont (rechts). (26. August 2017)
Zehntausende nahmen an einem Marsch gegen Terrorismus in Barcelona teil. König Felipe VI (Mitte) steht zwischen dem Premierminister Mariano Rajoy (links) und dem Präsidenten Kataloniens, Carles Puigdemont (rechts). (26. August 2017)
Luis Gene, AFP
Menschen haben Einsatzfahrzeuge der Polizei mit Blumen zugedeckt. Auf dem Plakat steht «Recht und Friede». (26. August 2017)
Menschen haben Einsatzfahrzeuge der Polizei mit Blumen zugedeckt. Auf dem Plakat steht «Recht und Friede». (26. August 2017)
Quique Garcia/EPA, AFP
Naheliegende U-Bahn-Stationen und andere öffentliche Verkehrsmittel seien geschlossen worden.
Naheliegende U-Bahn-Stationen und andere öffentliche Verkehrsmittel seien geschlossen worden.
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Die katalanische Polizei sucht offenbar Moussa Oukabir, den 18-jährigen Bruder des in Ripoll verhafteten Driss Oukabir. Das berichteten spanische Medien. Der Verdächtige sei vermutlich bewaffnet und werde als gefährlich eingestuft. Dass mindestens ein weiterer Terrorist gesucht werde, bestätigt auch die Regionalregierung von Katalonien.

Der inhaftierte Driss Oukabir sagte gegenüber der Polizei, sein jüngerer Bruder habe seinen Ausweis gestohlen. Er könnte ihn dafür benutzt haben, das Tatfahrzeug zu mieten. Moussa Oukabir gilt derzeit als Hauptverdächtiger im Zusammenhang mit dem Anschlag in Barcelona. Der Teenager soll sich innert Monaten radikalisiert haben, schreibt «El Periódico».

Bruder will nichts mit Anschlag zu tun gehabt haben

Die spanische Polizei hatte zuvor einen 28-jährigen Marokkaner verhaftet, der verdächtigt wird, beim Attentat in Barcelona involviert gewesen zu sein. Ersten Berichten zufolge war der Mann namens Driss Oukabir derjenige, der den weissen Fiat-Van gemietet und damit 13 Menschen getötet und über 80 weitere verletzt hat.

Laut späteren Berichten soll sich Oukabir selbst der Polizei ausgeliefert haben, nachdem sein Foto im Netz kursiert war. Er erzählte der Polizei, dass seine Ausweispapiere gestohlen worden seien und er nichts mit dem Anschlag zu tun habe. Dies berichtet «The Guardian».

Verhafteter war schon mal im Gefängnis

Oukabir wurde in der katalanischen Stadt Ripoll in Gewahrsam genommen, rund 60 Kilometer nördlich von Barcelona. Ein Polizeibeamter der Region erklärte schliesslich, dass Oukabir nicht der gesuchte Todesfahrer ist. Dieser befinde sich noch auf der Flucht.

Wie die spansiche Tageszeitung «ABC» schreibt, wurde einst ein Haftbefehl gegen Driss Oukabir wegen häuslicher Gewalt ausgestellt. Ein Verdacht auf jihadistische Aktivitäten bestand aber nicht. Laut «El País» sass der Mann eine Zeit lang im Gefängnis in Figueres, Katalonien, wo er im Jahr 2012 wieder entlassen wurde.

Spanier ist zweiter Verdächtiger

Ein zweiter Verdächtiger wurde Polizeiangaben zufolge in Alcanar im Süden Kataloniens festgenommen. Bei ihm soll es sich um einen Spanier handeln, der in der Exklave Melilla im Norden Marokkos geboren wurde.

Der Mann steht womöglich in Verbindung mit einer Explosion in einem Haus, die sich am Mittwochabend in Alcanar ereignete und bei der ein Mensch getötet wurde. Die Polizei vermutet, dass dort ein Sprengsatz vorbereitet wurde.

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