Zum Hauptinhalt springen

Italienischer Senat erlaubt Lebenspartnerschaften

Italiens Ministerpräsident hat ein Vertrauensvotum über die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften gewonnen. Vertreter von Homosexuellen kritisieren das Gesetz.

Freut sich über das Abstimmungsresultat: Senatorin Monica Cirinna. (25. Februar 2016)
Freut sich über das Abstimmungsresultat: Senatorin Monica Cirinna. (25. Februar 2016)
Keystone

Ministerpräsident Matteo Renzi sprach schon vor der Abstimmung von einem historischen Schritt in dem einst streng katholischen Land. 173 Senatoren stimmten für eine Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften, 71 dagegen. Vertreter von Schwulen und Lesben kritisieren das Gesetz hingegen, weil das zunächst vorgesehene Recht auf Adoptionen wieder gestrichen wurde.

Die Vorlage muss jetzt noch das Abgeordnetenhaus passieren. Die Pläne hatten im Parlament jahrelang auf Eis gelegen. Erst als der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Italien im vergangenen Jahr wegen Diskriminierung von Homosexuellen verurteilte, kam eine Debatte in Schwung.

Das nun gebilligte Gesetz sieht – anders als etwa im katholischen Irland – keine Homo-Ehe vor. Es wurde bewusst so formuliert, dass keine Gleichsetzung mit der traditionellen Ehe zwischen Mann und Frau abgeleitet werden kann. In letzter Minute strich Renzi diese Woche dann auch noch das Recht, die biologischen Kinder des jeweiligen Partners oder der Partnerin zu adoptieren.

SDA/pat

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch