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Jérôme Cahuzac hat auch die Bank Bär belogen

Der ehemalige französische Budgetminister legte der Bank einen gefälschten Steuerausweis vor. Mit diesem Schritt legte er für die Schweiz erst die Grundlage zur Rechtshilfe.

Da war der Schönheitschirurg noch Budgetminister: Cahuzac im Jahr 2012.
Da war der Schönheitschirurg noch Budgetminister: Cahuzac im Jahr 2012.
Keystone

Jérôme Cahuzac, der die französische Nationalversammlung, den französischen Präsidenten François Hollande und seine Wähler belog, ist auch gegenüber den Banken nicht vor Lügen zurückgeschreckt. Dies, als er 2009 versuchte, sein Schwarzgeld von der Schweiz nach Singapur zu verschieben.

Die französische Zeitung «Le Monde» beschrieb am Mittwoch erstmals die Odyssee der 600'000 unversteuerten Euro Cahuzacs, die lange in der Schweiz lagen. 1992 eröffnete Philippe Péninque, ein Freund Cahuzacs, für ihn ein Konto bei der UBS in Genf. Péninque ist kein Unbekannter: Er berät heute Marine Le Pen, die Chefin des Rechtsextremen Front National. Offenbar verkehrte Cahuzac damals in diesen Kreisen. Ein paar Monate später fuhr Cahuzac selbst nach Genf, und das Konto wurde auf ihn überschrieben. Im Jahr 2000 kam dann die kleine Genfer Finanzboutique Reyl & Cie ins Spiel. Damals war sie zwar noch ohne Banklizenz, aber als Effektenhändler registriert. Damit war sie der Finanzmarktaufsicht (Finma) unterstellt und von ihr reguliert.

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