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Kiew antwortet mit eigenem Hilfstransport

Die ukrainische Regierung bereitet einen Konvoi mit Hilfsgütern für die Ostukraine vor. Wie und wann die Ladungen der 280 russischen Lastwagen verteilt werden, ist noch unklar.

Sind nun offenbar wieder in der Ukraine: Russische Lastwagen stehen bei Kamensk-Schachtinski, in der Region Rostow. (12. September 2014)
Sind nun offenbar wieder in der Ukraine: Russische Lastwagen stehen bei Kamensk-Schachtinski, in der Region Rostow. (12. September 2014)
Reuters
Eskalation ausgeblieben: Erster Konvoi auf dem Rückweg nach Russland. (23. August 2014)
Eskalation ausgeblieben: Erster Konvoi auf dem Rückweg nach Russland. (23. August 2014)
AP Photo/Sergei Grits
Ein orthodoxer Priester segnet die Lastwagen vor ihrer Abfahrt in Alabino. (12. August 2014)
Ein orthodoxer Priester segnet die Lastwagen vor ihrer Abfahrt in Alabino. (12. August 2014)
AP Photo/RTR, via Associated Press Television
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Die Regierung in Kiew hat eine breite Unterstützung für die notleidenden Menschen in der Ostukraine angekündigt. An diesem Donnerstag soll ein eigener Transport mit Hilfsgütern auf den Weg gebracht werden, sagte die Ostukraine-Beauftragte Irina Geraschtschenko am Mittwoch.

Unklar blieb, wie es mit dem russischen Hilfskonvoi für die Ostukraine weitergeht. Wo und wann der Konvoi aus 280 Lastwagen die Grenze überschreiten wird, blieb bis zum frühen Morgen ungewiss.

Seit elf Tagen ohne Wasser und Strom

Wegen der Gefechte zwischen Militär und prorussischen Separatisten hat die Grossstadt Lugansk seit elf Tagen keinen Strom, kein Wasser und keine Medikamente. Die russische Kolonne soll 2000 Tonnen Hilfsgüter transportieren, darunter sind Medikamente, Lebensmittel und Stromgeneratoren. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz kündigte an, die Fracht zu übernehmen und zu verteilen.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk kritisierte die russische Hilfsaktion als «grenzenlosen Zynismus». «Erst schicken sie Panzer und Banditen in die Ukraine, dann Wasser und Salz», sagte er. Präsidentensprecher Swjatoslaw Zegolko äusserte sich diplomatischer. «Kein zivilisiertes Land lehnt humanitäre Hilfe ab», sagte er.

Putin spricht auf der Krim

Über den geplanten ukrainischen Transport sagte Jazenjuk, die Regierung stelle zehn Millionen Griwna (rund 600'000 Franken) für den Kauf notwendiger Waren bereit. Hinzu kämen sechs Millionen Dollar von den Vereinten Nationen. Auch die EU hatte bereits 2,5 Millionen Euro zugesagt.

Mit Spannung wird eine Grundsatzrede von Kremlchef Wladimir Putin am Donnerstag in Jalta auf der Krim erwartet. Auf der von Russland annektierten Halbinsel sind anlässlich des Putin-Besuchs viele russische Spitzenpolitiker. Wie der Kreml mitteilte, stünde auf dem Programm auch eine Diskussion über Schlüsselprobleme des Landes.

SDA/chk

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