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Kirchner darf nicht an die Trauerfeier

Der Falkland-Krieg wirkt bis über Thatchers Tod hinaus nach: Ihre Familie will die argentinische Präsidentin nicht zur Trauerfeier einladen. Ansonsten liest sich die Gästeliste wie das Who is Who der Weltpolitik.

Im Vatikan ein Ehrengast, beim Begräbnis der verstorbenen britischen Ex-Premierministerin unerwünscht: Cristina Fernández de Kirchner. (18. März 2013)
Im Vatikan ein Ehrengast, beim Begräbnis der verstorbenen britischen Ex-Premierministerin unerwünscht: Cristina Fernández de Kirchner. (18. März 2013)
Keystone

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ist bei der Trauerfeier für die verstorbene britische Ex-Premierministerin Margaret Thatcher unerwünscht. Medien berichteten, die Familie Thatcher habe keine Repräsentanten jenes Landes einladen wollen, gegen das Thatcher 1982 den Falkland-Krieg geführt hatte.

Kirchner tritt vehement dafür ein, dass das britische Überseegebiet im Südatlantik Argentinien zugesprochen wird. Die britische Regierung teilte dazu mit, man habe den Botschafter Argentiniens eingeladen. Das sei bei Anlässen wie diesem üblich.

Bei der Feier mit militärischen Ehren am kommenden Mittwoch wird der Sarg Thatchers, die am Montag im Alter von 87 Jahren gestorben war, in einem Trauerzug durch London vom Parlament zur St. Paul's Kathedrale gebracht. Insgesamt gingen mehr als 2000 Einladungen in alle Welt.

Kohl und Gorbatschow

Mehrere Wegbegleiter Thatchers mussten allerdings aus gesundheitlichen Gründen absagen. Darunter sind der 83-jährige Altkanzler Helmut Kohl, der 82 Jahre alte frühere Sowjetpräsident Michail Gorbatschow und die frühere US-First-Lady Nancy Reagan, 91 Jahre alt. Eingeladen sind unter anderem die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton sowie alle noch lebenden früheren US-Präsidenten.

Erwartet werden auch die Labour-Premiers Tony Blair und Gordon Brown. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso steht ebenfalls auf der Liste.

Neben einem Vertreter des früheren südafrikanischen Staatschefs und Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela wird vermutlich auch Frederik de Klerk Thatcher die letzte Ehre erweisen. Er war der letzte Präsident des Apartheid-Regimes in Südafrika und erhielt später den Friedensnobelpreis.

Vertreter aus Entertainment und Kultur

Fernab der Politik werden Prominente wie die britische Sängerin Shirley Bassey («Goldfinger») sowie der Musicalkomponist Andrew Lloyd Webber («Cats») an der Feier teilnehmen. Frederick Forsyth, einer der Lieblingsschriftsteller Thatchers und ein Unterstützer der konservativen Partei, soll ebenfalls kommen.

Bereits kurz nach der Nachricht vom Tode Thatchers hatte die britische Königin Elizabeth II bekanntgegeben, dass sie mit ihrem Ehemann Prinz Philip die Trauerfeier besuchen werde. Es ist das erste Mal seit dem Tod des Kriegs-Premierministers Winston Churchill 1965, dass die Queen der Trauerfeier eines Ex-Premiers beiwohnt.

SDA/rbi

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