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Kurz macht drei Schreibfehler in Tweet zur Bildungspolitik

Der österreichische Kanzlerkandidat wollte sich eigentlich nur kurz zu den Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ äussern. Doch dabei sind ihm gleich drei Fehler unterlaufen.

Die Koalitionsgespräche zwischen der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich laufen sechs Wochen nach der Nationalratswahl weitgehend harmonisch: ÖVP-Chef Kurz (l.) mit dem FPÖ-Vorsitzenden Strache in Wien. (23. November 2017)
Die Koalitionsgespräche zwischen der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich laufen sechs Wochen nach der Nationalratswahl weitgehend harmonisch: ÖVP-Chef Kurz (l.) mit dem FPÖ-Vorsitzenden Strache in Wien. (23. November 2017)
Lisi Niesner/EPA, Keystone
«Alle ziehen an einem Strang», beurteilt Kurz den Stand der Koalitionsgespräche vor einer Woche. (23. November 2017)
«Alle ziehen an einem Strang», beurteilt Kurz den Stand der Koalitionsgespräche vor einer Woche. (23. November 2017)
Lisi Niesner/EPA, Keystone
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Die Koalitionsgespräche zwischen der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich laufen sechs Wochen nach den Wahlen weitgehend harmonisch. Am Dienstag konnten der ÖVP-Chef Sebastian Kurz und der FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auch in der Bildungspolitik einen gemeinsamen Nenner finden.

Bei der Verkündung des Fortschritts unterlief dem jungen Kanzlerkandidaten aber ein Malheur. «Haben klares Bekenntis (sic!) zum differenziertem (sic!) & leistungsförderndem (sic!) Schulsystem», teilte Kurz am Dienstag kurz nach 19 Uhr auf Twitter mit. Der fehlerhafte Tweet wurde mittlerweile gelöscht. In der Nacht auf Mittwoch lieferte Kurz die korrigierte Version.

Viele Österreicher mussten über den fehlerhaften Tweet des Kanzlerkandidaten schmunzeln. Im Speziellen zielten die Kommentare darauf ab, dass Kurz die Fehler just in einer Nachricht zur Bildungspolitik unterlaufen sind. «Das ist jetzt aber doch ziemlich lustig», meinte in etwa ORF-Moderator Armin Wolf. In einem speziell populären Tweet fragt sich eine Nutzerin, ob die Eltern des jungen Politikers nun zum Gespräch mit dem Lehrer müssten.

Türkis-Blau ist sich in der Bildungspolitik besonders beim vielfach betonten Thema «Deutsch vor Schuleintritt» einig. In einem verpflichtenden zweiten Kindergartenjahr sollen Kinder, die nicht gut genug Deutsch sprechen, nachlernen. Vor dem Eintritt in die Volksschule soll ihr Sprachniveau in einem Gespräch getestet werden. Zusätzlich sollen verpflichtende Nachmittags- und Sommerkurse eingeführt werden.

«Wir wollen es besser als Deutschland machen»

Generell erscheint eine Regierungsbildung der Konservativen mit den Rechtspopulisten wahrscheinlich. Es gebe viele Fortschritte, versicherte Kurz bereits vor einer Woche in Wien. «Alle ziehen an einem Strang», so der 31-Jährige. Kurz hofft auf einen Abschluss der Gespräche noch vor Weihnachten, wollte aber keinen Zeitdruck aufbauen.

FPÖ-Chef Strache sagte, eine inhaltliche Einigung stehe im Vordergrund. «Wir beide wollen es besser als Deutschland machen. Da können Sie sich sicher sein», sagte er dazu.

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SDA/mch

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