Zum Hauptinhalt springen

Litauen wählt Regierung ab

Die konservative Vaterlandsunion hat die Parlamentswahl in Litauen gewonnen und kann die Sozialdemokraten von der Regierung ablösen.

Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen bei den Stichwahlen vom Sonntag erhielt die Vaterlandsunion insgesamt 44 der 141 Sitze im Parlament. Die Sozialdemokraten sind mit 26 Abgeordneten nur noch zweitstärkste politische Kraft.

«Wir werden die Verantwortung zur Bildung einer Koalitionsregierung übernehmen», sagte der Parteichef der Vaterlandsunion, der frühere Ministerpräsident Andrius Kubilius, der als entschiedener Kritiker des Kremls gilt. Wahlverlierer sind die seit 2001 regierenden Sozialdemokraten von Ministerpräsident Gediminas Kirkilas, die nach einer Reihe von Skandalen an Vertrauen verloren haben. «Es ist keine Tragödie für uns, in die Opposition zu gehen», sagte Kirkilas.

Koalition mit der rechten Mitte

Die Vaterlandsunion will eine Koalitionsregierung der rechten Mitte bilden. Möglicher Partner ist neben zwei liberalen Parteien die erst kürzlich gegründete Partei der Nationalen Erneuerung, die mit 16 Mandaten auf den dritten Platz kam. Ihr Parteichef, der Fernsehstar Arunas Valinskas, sprach sich ebenfalls für ein Bündnis mit der Vaterlandsunion aus und sagte, beide Parteien teilten gemeinsame Werte und eine gemeinsame Beurteilung der Situation. Staatspräsident Valdas Adamkus sagte, er werde der stärksten Partei den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen.

Zwei Wochen nach dem ersten Wahlgang fanden am Sonntag Stichwahlen in 68 Wahlkreisen statt, in denen zunächst kein Kandidat die absolute Mehrheit erringen konnte. Die Wahlbeteiligung war auch am Sonntag gering. Ingesamt machten nach Angaben der Wahlkommission nur etwa 32 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch.

AP/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch