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Mehrheit der Deutschen rechnet mit baldigem Ende von Schwarz-Gelb

Nach den Problemen der Koalition bei der Bundespräsidentenwahl gehen fast zwei Drittel der Deutschen davon aus, dass die Koalition aus Union und FDP nicht mehr lange halten werde.

Zurzeit wenig erfolgreich: Koalitionspartner Angela Merkel (r.), Guido Westerwelle.
Zurzeit wenig erfolgreich: Koalitionspartner Angela Merkel (r.), Guido Westerwelle.
Reuters

62 Prozent der Befragten vertratenin einer Umfrage von infratest dimap für den am Donnerstagabend veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend die Auffassung, dass «Schwarz-Gelb nicht mehr lange halten wird». 68 Prozent sehen es demnach als eine «Blamage» für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass Christian Wulff bei seiner Wahl zum Bundespräsidenten am Mittwoch zahlreiche Stimmen aus dem eigenen Lager nicht bekommen hat. 77 Prozent äusserten die Ansicht, dass Merkel «ihre Regierungskoalition nicht mehr richtig im Griff hat».

In der sogenannten Sonntagsfrage konnte die CDU/CSU im Vergleich zu Mitte Juni einen Punkt hinzugewinnen und kommt nun auf 33 Prozent. Die SPD verbesserte sich ebenfalls um einen Punkt auf 30 Prozent. Das ist der beste Wert für die Sozialdemokraten seit Februar 2008. Die FDP liegt unverändert bei fünf Prozent und müsste damit um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen. Die Grünen bleiben bei 17 Prozent, die Linke verliert einen Punkt auf zehn Prozent. SPD und Grüne kämen damit zusammen auf 47 Prozent und wären damit nur einen Punkt von der Regierungsmehrheit entfernt. Zugleich ist dies der beste Wert für Rot-Grün seit Oktober 2002.

Für die Sonntagsfrage befragte infratest dimap am 30. Juni und 1. Juli genau 1624 Bürger nach einer repräsentativen Zufallsauswahl. Für die Fragen zur Präsidentenwahl wurden am 1. Juli 799 Bürger befragt.

AFP/sam

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