Mehrheit der Franzosen für Ende der Gelbwesten-Proteste

Frankreich hat genug: Gemäss einer Umfrage wünschen sich 55 Prozent ein Ende der Kundgebungen. Präsident Macron hat zudem an Beliebtheit gewonnen.

Vor zwei Tagen demonstrierten die Gelbwesten in Frankreich den 15. Samstag in Folge, wie hier in Rennes. (23. Februar 2019)

Vor zwei Tagen demonstrierten die Gelbwesten in Frankreich den 15. Samstag in Folge, wie hier in Rennes. (23. Februar 2019)

(Bild: AFP Loic Venance)

Eine Mehrheit der Franzosen wünscht sich ein Ende der Gelbwesten-Proteste. Nach einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Instituts Odoxa würden 55 Prozent das Ende der Proteste der Sozialbewegung begrüssen.

Bei Anhängern von Präsident Emmanuel Macron sind es 92 Prozent, bei Wählern der konservativen Republikaner 66 Prozent und bei Anhängern der Sozialisten 58 Prozent.

Die Wähler der Linkspartei La France Insoumise (Das unbeugsame Frankreich) und des rechtspopulistischen Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung) sprechen sich dagegen zu mehr als zwei Dritteln für eine Fortsetzung der Proteste aus, wie aus der Umfrage für den Radiosender France Inter und die Zeitschrift «L’Express» hervorgeht.

Präsident wieder beliebter

Am Samstag hatten landesweit 46'000 Menschen gegen die Politik Macrons demonstriert, das waren rund 5000 mehr als eine Woche zuvor.

Die Beliebtheitsraten des Präsidenten ziehen zugleich wieder an: Demnach halten ihn 32 Prozent der Franzosen für einen «guten Präsidenten». Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Dezember.

Eine Gelbwesten-Liste bei den Europawahlen Ende Mai würde deutlich unter fünf Prozent landen: Nach einer Umfrage des Instituts Harris Interactive vom Sonntagabend käme eine solche Liste nur noch auf drei Prozent. Frühere Umfragen hatten sie bei acht bis 13 Prozent gesehen.

Macrons Partei La République en Marche (Die Republik in Bewegung) und die verbündeten Liberalen kämen demnach auf 22 Prozent und würden stärkste Kraft vor den Rechtspopulisten.

sep/sda

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