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Merkel will – und startet aus der Poleposition

Korrespondent Stefan Uhlmann über Merkels Kanzlerkandidatur.

Angela Merkel hat lange gezögert. Monatelang vertröstete die Bundeskanzlerin die eigene Partei und die Bürger mit dem Hinweis, sie werde zum «gegebenen Zeitpunkt» erklären, ob sie für eine vierte Amtszeit kandidiere. Jetzt ist klar: Sie tritt wieder an. Bei einer Klausur der CDU-Spitze am Sonntag verkündigte die 62-Jährige ihren Entscheid. Überraschend ist er nicht.

Auf dem Parteitag Anfang Dezember in Essen wird sich Merkel als CDU-Chefin bestätigen lassen. Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur gehören für sie zusammen. In Essen war Merkel im April 2000 erstmals zur Parteichefin gewählt worden. Da sie an der Parteibasis beliebt war, sahen viele in ihr eine Übergangsvorsitzende. 2002 überliess sie CSU-Chef Edmund Stoiber die Kanzlerkandidatur. Stoiber scheiterte, Merkel sicherte sich mit dem Fraktionsvorsitz die Machtbasis für die Zukunft. 2005, 2009 und 2013 räumte sie die SPD-Kandidaten Gerhard Schröder, Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück aus dem Weg.

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