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Neue Verhaftungswelle rollt über die Türkei

Im Raum Istanbul wurden Hunderte Militärangehörige festgenommen. Sie sollen der Gülen-Bewegung angehören.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (Mitte) beim Atatürk-Mausoleum. (10. November 2017)
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (Mitte) beim Atatürk-Mausoleum. (10. November 2017)
Ali Unal/AP, Keystone

Die türkische Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen 360 Menschen erlassen. Die auf Istanbul konzentrierte Aktion ziele auf Unterstützer des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen ab, so die Behörde.

333 der betroffenen Personen sind Soldaten, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch. Die meisten von ihnen stünden noch im aktiven Dienst. 27 zivile Mitarbeiter des Militärs würden verdächtigt, als sogenannte geheime Imame Gülen-Anhänger innerhalb der Streitkräfte angeleitet zu haben.

50'000 Festnahmen und 110'000 Entlassungen

Die Operation zur Festnahme der Verdächtigen laufe, berichtete Anadolu. Die Türkei macht Gülen für den gescheiterten Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Der Geistliche hat die Vorwürfe dementiert.

Nach dem Putschversuch wurden in der Türkei rund 50'000 Menschen festgenommen. Mehr als 110'000 wurden aus dem Staatsdienst entlassen, unter ihnen auch Militärangehörige.

dapd/mch

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