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«Neutralität ist immer noch besser als Neurussland»

Für die Regierung in Kiew wäre es besser, neutral zu werden, anstatt weiterhin einen Nato-Beitritt anzustreben. Sonst werde dies gravierende Folgen haben, warnt der Sicherheitsexperte Heinz Gärtner.

Gefährdete Waffenruhe: Ein gepanzertes Fahrzeug in der Nähe der ostukrainischen Stadt Donezk. (12. November 2014)
Gefährdete Waffenruhe: Ein gepanzertes Fahrzeug in der Nähe der ostukrainischen Stadt Donezk. (12. November 2014)
AFP
Die Versorgung wird gestoppt: Lastwagen mit humanitärer Hilfe auf dem Weg in die Ostukraine. (13. November 2014)
Die Versorgung wird gestoppt: Lastwagen mit humanitärer Hilfe auf dem Weg in die Ostukraine. (13. November 2014)
AFP
Unmarkierte Militärlastwagen am Strassenrand rund 80 km von Donezk entfernt. (8. November 2014)
Unmarkierte Militärlastwagen am Strassenrand rund 80 km von Donezk entfernt. (8. November 2014)
AP Photo/Mstyslav Chernov, Keystone
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Offensichtlich verlegen die Russen schwere Waffen und Truppen in die Ostukraine. Erwarten Sie eine neue Eskalation?

Der Waffenstillstand von Minsk ist brüchig. Allerdings kann man von einem Waffenstillstand nicht mehr erwarten, bevor es eine umfassende Lösung gibt. Es kann sein, dass die Russen die Position festigen wollen für eine Verhandlungslösung, die derzeit allerdings nicht in Sicht ist. Die zweite Möglichkeit wäre, dass der Konflikt eingefroren wird. Dabei würde keine Seite ihre Forderungen aufgeben und eine verhandelte Lösung würde unmöglich. Es gäbe einen Waffenstillstand, der aber jederzeit zu einem heissen Krieg eskalieren könnte. Und das wäre dann ein Stellvertreterkrieg zwischen Russland und dem Westen – das dritte Szenario. Wobei auch die lokalen Akteure, also die Regierung in Kiew und die Separatisten in der Ostukraine ihre eigenen Interessen verfolgen. Sie wollen den Konflikt am Kochen halten. Das kennen wir von den Stellvertreterkriegen im Kalten Krieg in Afrika

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