Nur «geeinte» EU bringe Russland etwas

Heute Dienstag trifft sich Wladimir Putin mit seinem österreichischen Amtskollegen. Zuvor hat er noch etwas klar gestellt.

Der Präsident wünscht sich keine Spaltung der EU: Wladimir Putin bei seinem Österreich-Besuch vor vier Jahren in Wien. (24. Juni 2014)

Der Präsident wünscht sich keine Spaltung der EU: Wladimir Putin bei seinem Österreich-Besuch vor vier Jahren in Wien. (24. Juni 2014)

(Bild: Keystone Alexei Nikolsky, Presidential Press Service/AP)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, sein Land strebe eine Spaltung der Europäischen Union an. «Wir verfolgen nicht das Ziel, etwas oder jemanden in der EU zu spalten», sagte Putin im österreichischen Sender ORF vor seinem offiziellen Besuch in Wien am Dienstag. Russland habe stattdessen ein Interesse daran, dass die EU als wichtigster Handels- und Wirtschaftspartner «geeint ist und floriert». Je mehr Probleme die EU habe, desto mehr Probleme gebe es auch für sein Land, sagte Putin in dem Interview am Montagabend.

Putin wandte sich auch gegen mutmassliche Verbindungen seiner Partei Vereintes Russland mit der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich, die dort an der Regierungskoalition beteiligt ist. Die FPÖ unterstützt den von Moskau erhobenen Anspruch auf Souveränität der annektierten Krim-Halbinsel und fordert eine Lockerung der Russland-Sanktionen. Österreich war zudem eines der wenigen EU-Länder, die nach der Vergiftung des russischen Ex-Spions Sergej Skripal in Grossbritannien keine russischen Diplomaten auswies.

Putin kommt in Wien am Dienstag mit dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und mit Bundeskanzler Sebastian Kurz zusammen.

roy/AFP

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