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Obama sonnt sich im Glanz der wiedererstarkten Autoindustrie

Barack Obama schaltet sich mit einem TV-Spot in den Wahlkampf der Republikaner ein. Im 30-Sekunden-Clip kommt einer der Kandidaten besonders schlecht weg.

Autoindustrie als ein Herzstück der US-Wirtschaft: Barack Obama spricht am 3. Juni in einem Chrysler-Werk in Toledo, Ohio.
Autoindustrie als ein Herzstück der US-Wirtschaft: Barack Obama spricht am 3. Juni in einem Chrysler-Werk in Toledo, Ohio.
Keystone

Vor den Vorwahlen in Michigan hat sich US-Präsident Barack Obama mit einem TV-Spot zur Rettung der Autoindustrie in dem Bundesstaat in den Wahlkampf der republikanischen Bewerber eingemischt. Obama pries in der am Donnerstag veröffentlichten Wahlwerbung die jüngsten Erfolge der US-Autobauer in Detroit und kritisierte die gegnerischen Präsidentschaftsbewerber dafür, die Arbeiter in der Autoindustrie auf dem Höhepunkt der Krise im Stich gelassen zu haben.

«Als eine Millionen Arbeitsplätze bedroht waren, hat sich jeder Kandidat der Republikaner abgewendet», heisst es in dem 30-Sekunden-Spot. Sie seien «bereit gewesen, diesen Sektor verschwinden zu lassen». Die Attacke richtete sich besonders gegen Mitt Romney: Der Ex-Gouverneur von Massachusetts und Favorit auf die Republikaner-Kandidatur hatte 2008 in einem Beitrag für die «New York Times» gefordert, die Autobauer in Detroit pleitegehen zu lassen.

Mit Hilfe des Staates überlebt

General Motors (GM) und Chrysler hatten 2009 Insolvenz angemeldet, konnten mit Hilfe von Staatsgeldern aber überleben. Nach einer Umstrukturierung sind beide Konzerne wieder erfolgreich: GM eroberte sich im vergangenen Jahr den Titel als weltgrösster Automobilhersteller zurück. Chrysler, inzwischen mit dem italienischen Autobauer Fiat fusioniert, schraubte seine Verkäufe auf dem US-Markt 2011 um 26 Prozent nach oben. Obama sieht die Erfolge als Bestätigung seiner Politik.

Die Autoindustrie ist das wirtschaftliche Herzstück Michigans, in dem die Republikaner am Dienstag Vorwahlen abhalten. Für Obama ist der Bundesstaat ein wichtiger Mosaikstein in seinem Bemühen um eine zweite Amtszeit. Vor vier Jahren hatte er hier klar gewonnen, aktuelle Umfragen sagen allerdings ein enges Rennen voraus. Die Präsidentschaftswahlen findet am 6. November statt.

AFP/mrs

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