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Oligarch Abramowitsch erhält israelischen Pass

Der Besitzer des FC Chelsea hat derzeit kein gültiges Visum für England – aber als Kind jüdischer Eltern Anspruch auf einen israelischen Pass. Diesen hat der 51-Jährige nun geltend gemacht.

Avancierte über Nacht zum reichsten Israeli: Roman Abramowitsch. (Archiv)
Avancierte über Nacht zum reichsten Israeli: Roman Abramowitsch. (Archiv)
Olivia Harris, Reuters
Als Kind jüdischer Eltern hatte er Anspruch auf einen israelischen Pass.
Als Kind jüdischer Eltern hatte er Anspruch auf einen israelischen Pass.
Matt Dunham, Keystone
Ausserdem verkaufte er seine Ölfirma Sibneft an den staatsnahen Konzern Gazprom. Seither steht er mit den politischen Machthabern in Russland in ziemlich gutem Einvernehmen. Das US-Finanzministerium setzte Abramowitsch vergangene Woche auf eine Liste der Oligarchen mit den engsten Beziehungen zum Kreml.
Ausserdem verkaufte er seine Ölfirma Sibneft an den staatsnahen Konzern Gazprom. Seither steht er mit den politischen Machthabern in Russland in ziemlich gutem Einvernehmen. Das US-Finanzministerium setzte Abramowitsch vergangene Woche auf eine Liste der Oligarchen mit den engsten Beziehungen zum Kreml.
Yuri Feklistov, Ogonyok, Keystone
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Der russische Oligarch Roman Abramowitsch hat die israelische Staatsbürgerschaft erhalten. Der 51-Jährige sei am Montag offiziell eingewandert, berichtete das israelische Fernsehen. Er werde damit der reichste Israeli.

Abramowitsch verfügt laut US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» über 10,8 Milliarden Dollar. Er steht damit im Milliardärs-Ranking von 2018 an 140. Stelle. Die Angaben basieren auf Schätzungen, für die «Forbes» Informationen zu Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien, Kunstobjekten oder Luxusgütern aus öffentlichen Quellen zusammenträgt.

Der Besitzer des britischen Fussballclubs Chelsea hatte nach Medienberichten zuletzt Probleme mit der Verlängerung seines Visums in Grossbritannien. Als Kind jüdischer Eltern hat er Anspruch auf einen israelischen Pass.

Ein Fall für die Schweizer Justiz

Abramowitsch steht aktuell in der Schweiz vor Gericht. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat ihn auf Rückzahlung eines Kredites samt Zinsen verklagt. Das Verfahren findet in Freiburg statt, weil die beklagte Abramowitsch-Firma dort registriert war.

Der Fall geht auf einen Kredit der Entwicklungsbank an eine russische Bank aus dem Jahr 1997 zurück. Die russische Bank ging pleite. Abramowitschs Firma Runicom, die Öl vermarktet, hatte Geschäftsbeziehungen mit diesem Geldinstitut und sollte die Schulden an die EBRD zurückzahlen.

Der Fall beschäftigt seit Jahren Gerichte in Russland und der Schweiz. Es soll sich um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln. Abramowitschs Anwälte bestreiten, dass der Milliardär zahlungspflichtig ist.

SDA/nag

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