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Osteuropa fürchtet sich vor Putin

Moskau zeigt sich auf dem Weg zur Annexion der Krim bislang unbeirrbar. Das und geschichtliche Erfahrungen nähren in Osteuropa Ängste, dass der Kreml es vielleicht nicht bei der Krim belassen wird.

Mit der «Verantwortung für das Leben seiner Landsleute» begründet Russland sein Eingreifen auf der Krim. Mit diesem Argument könnte sich Moskau theoretisch vielerorts einschalten – in vielen ehemaligen Sowjetstaaten gibt es teilweise starke russische Minderheiten. So zum Beispiel ...
Mit der «Verantwortung für das Leben seiner Landsleute» begründet Russland sein Eingreifen auf der Krim. Mit diesem Argument könnte sich Moskau theoretisch vielerorts einschalten – in vielen ehemaligen Sowjetstaaten gibt es teilweise starke russische Minderheiten. So zum Beispiel ...
VIKTOR DRACHEV, AFP
... in Lettland. Russischstämmige Bürger machen 34 Prozent der Bevölkerung in dem EU-Land aus. Im Jahr 2012 gab es ein Referendum darüber, ob Russisch die zweite Amtssprache werden soll. Eine klare Mehrheit von 75 Prozent der Letten stimmte mit «Nein». Um die Staatsangehörigkeit zu erhalten, muss ein lettischer Sprachtest absolviert werden. Dadurch sind rund 300.000 Angehörige der russischen Minderheit staatenlos.Im Bild: Protest vor der russischen Botschaft in der lettischen Hauptstadt Riga.
... in Lettland. Russischstämmige Bürger machen 34 Prozent der Bevölkerung in dem EU-Land aus. Im Jahr 2012 gab es ein Referendum darüber, ob Russisch die zweite Amtssprache werden soll. Eine klare Mehrheit von 75 Prozent der Letten stimmte mit «Nein». Um die Staatsangehörigkeit zu erhalten, muss ein lettischer Sprachtest absolviert werden. Dadurch sind rund 300.000 Angehörige der russischen Minderheit staatenlos.Im Bild: Protest vor der russischen Botschaft in der lettischen Hauptstadt Riga.
Ints Kalnins, Reuters
Es gibt nur wenige russischsprachige Einwohner. In den Gebieten Abchasien und Südossetien, die sich einseitig von Tiflis losgesagt haben, ist Russisch eine der offiziellen Amtssprachen. Russland erkennt als eines von ganz wenigen Ländern die beiden Gebiete als unabhängig an.Im Bild: Ein russischer Militärlastwagen (hinten) und ein georgisches Polizeiauto an der Grenze zwischen der abtrünnigen und von Russland beschützten Region Südossetien und dem restlichen Georgien.
Es gibt nur wenige russischsprachige Einwohner. In den Gebieten Abchasien und Südossetien, die sich einseitig von Tiflis losgesagt haben, ist Russisch eine der offiziellen Amtssprachen. Russland erkennt als eines von ganz wenigen Ländern die beiden Gebiete als unabhängig an.Im Bild: Ein russischer Militärlastwagen (hinten) und ein georgisches Polizeiauto an der Grenze zwischen der abtrünnigen und von Russland beschützten Region Südossetien und dem restlichen Georgien.
David Mdzinarishvili, Reuters
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Westliche Hilfeversprechen, die gebrochen wurden. Eine tragische Geschichte russischer Invasionen, die Jahrhunderte zurückreicht. Die schmerzliche Erkenntnis, dass Konflikte in dieser Region ansteckend sind. Es liegt an einer ganzen Reihe von Faktoren, dass osteuropäische Nationen die Entwicklungen um die Ukraine mit grosser Anspannung verfolgen.

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