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OSZE wirft Erdogan unfairen Wahlkampf vor

Der türkische Regierungschef hat bei der Präsidentschaftswahl von seiner Position und von parteiischer Berichterstattung profitiert. Zu diesem Schluss kommen die Wahlbeobachter der OSZE.

War während des Wahlkampfs omnipräsent: Erdogan feiert in Ankara seinen Wahlsieg. (10. August 2014)
War während des Wahlkampfs omnipräsent: Erdogan feiert in Ankara seinen Wahlsieg. (10. August 2014)
Reuters
In Siegerpose: Der bisherige Premierminister und neue türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei der Siegesrede. (10. August 2014)
In Siegerpose: Der bisherige Premierminister und neue türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei der Siegesrede. (10. August 2014)
Umit Bektas, Reuters
Die Wahl gilt als Wendepunkt in der Geschichte der Türkei: Männer stehen auf dem Dach eines Hauses in Istanbul. (10. August 2014).
Die Wahl gilt als Wendepunkt in der Geschichte der Türkei: Männer stehen auf dem Dach eines Hauses in Istanbul. (10. August 2014).
Ozan Kose, AFP
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Nach dem Sieg von Recep Tayyip Erdogan bei der Präsidentschaftswahl in der Türkei hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) den Verlauf des Wahlkampfs kritisiert.

Dass der langjährige Regierungschef «seine offizielle Position nutzte und von parteiischer Medienberichterstattung» profitierte, habe ihm «einen klaren Vorteil vor den anderen Kandidaten verschafft», monierte die OSZE-Wahlbeobachtungsmission. Die Voraussetzungen seien nicht für alle Bewerber gleich gewesen und die «Wünsche des Volks nach Demokratie» nicht vollständig erfüllt worden.

Bescheidene Mittel für Erdogans Gegner

Erdogan hatte die erste Direktwahl eines türkischen Präsidenten am Sonntag im ersten Durchgang gewonnen. Auf ihn entfielen knapp 52 Prozent der abgegebenen Stimmen, sein stärkster Widersacher, Ekmeleddin Ihsanoglu, kam auf gut 38 Prozent.

Schon bei seiner Stimmabgabe hatte Ihsanoglu einen «unfairen Wahlkampf» beklagt. Gründe für diesen Vorwurf lieferte er nicht, doch ist bekannt, dass Erdogan viel Geld in seine Kampagne investieren konnte.

Im Fernsehen galt dem starken Mann der Türkei die meiste Aufmerksamkeit, sein Gesicht prangte auf riesigen Plakaten an nahezu jeder Strassenecke etwa in Istanbul. Ihsanoglus Wahlkampfteam musste mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln auskommen.

SDA/kpn

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