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Panzerfaust auf OSZE-Beobachter abgefeuert

In der Ostukraine sind internationale Beobachter unter Beschuss geraten. Luftabwehrgeschosse verfehlten ihr Fahrzeug nur um wenige Meter.

Im Spannungsfeld: Ein pro-russischer Separatist neben einem Fahrzeug der OSZE. (30. Juli 2014)
Im Spannungsfeld: Ein pro-russischer Separatist neben einem Fahrzeug der OSZE. (30. Juli 2014)
Sergei Karpukhin, Reuters

OSZE-Mitarbeiter sind im Osten der Ukraine erneut unter Beschuss geraten. Beim Angriff mit einer Panzerfaust auf ein Fahrzeug mit drei Beobachtern sei niemand verletzt worden, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch rund 50 Kilometer nordöstlich der Stadt Donezk. Nach OSZE-Angaben waren die Beobachter von ukrainischen Militärangehörigen begleitet worden.

Als die Gruppe einen Kontrollposten der ukrainischen Armee nahe der Stadt Sumy erreichte, sei einer der OSZE-Beobachter aus dem gepanzerten Fahrzeug gestiegen. Unmittelbar danach sei eine Panzerfaust abgefeuert worden.

«Inakzeptabler» Zwischenfall

Das Geschoss schlug demnach etwa 150 Meter entfernt vom OSZE-Fahrzeug ein. Mehrere Luftabwehrgeschosse hätten kurz darauf das Fahrzeug um zwei bis drei Meter verfehlt. Der Mitarbeiter sei sofort wieder eingestiegen, die Gruppe sei sicher zu ihrer Basis zurückgekehrt, hiess es.

Ein unbekannter Uniformierter hatte erst vor gut zehn Tagen in der Ostukraine zwei Schüsse auf zwei OSZE-Fahrzeuge abgegeben. Auch damals wurde niemand verletzt. Das US-Aussenministerium verurteilte den neuerlichen Zwischenfall und nannte ihn inakzeptabel.

Die OSZE überwacht Grenzposten im russischen Gukowo und Donezk an der Grenze zur Ostukraine. In einer separaten Mission sammeln mehrere Hundert Militärbeobachter unparteiisch Informationen.

SDA/thu

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