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Papst spricht Segen und erinnert an Terror-Opfer

Papst Franziskus hat am Ostersonntag den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» erteilt. Wegen der Terroranschläge in Brüssel waren mehr Polizisten im Einsatz als in anderen Jahren.

Tausende von Pilgern aus aller Welt lauschten auf dem Petersplatz in Rom der Osterbotschaft von Papst Franziskus. (27. März 2016)
Tausende von Pilgern aus aller Welt lauschten auf dem Petersplatz in Rom der Osterbotschaft von Papst Franziskus. (27. März 2016)
Angelo Carconi, Keystone
Von der Loggia des Petersdoms aus sprach Papst Franzikus den traditionellen Segen «Urbi et Orbi», der Stadt und dem Erdkreis. (27. März 2016)
Von der Loggia des Petersdoms aus sprach Papst Franzikus den traditionellen Segen «Urbi et Orbi», der Stadt und dem Erdkreis. (27. März 2016)
Alberto Pizzoli, AFP
Er bat um Frieden für Krisen und Konflikte und sprach den verfolgten Christen in aller Welt Mut zu. (27. März 2016)
Er bat um Frieden für Krisen und Konflikte und sprach den verfolgten Christen in aller Welt Mut zu. (27. März 2016)
Alberto Pizzoli, AFP
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Tausende von Pilgern aus aller Welt lauschten auf dem Petersplatz der Osterbotschaft von Papst Franziskus. Gerade am Osterfest verspüre man «Nähe zu den Opfern des Terrorismus, jener blinden und grausamen Form von Gewalt, die nicht aufhört, unschuldiges Blut in vielen Teilen der Erde zu vergiesse», sagte der 79-Jährige.

Von der Loggia des Petersdoms aus sprach er den traditionellen Segen «Urbi et Orbi», der Stadt und dem Erdkreis. Den Segen verfolgten neben den Menschen in Rom auch Millionen Gläubige im TV. Er ist der Höhepunkt der traditionellen Osterfeiern in Rom.

Höhere Sicherheitsvorkehrungen

Zuvor hatte Franziskus auf dem festlich geschmückten Petersplatz die Ostermesse gefeiert. Die Feierlichkeiten fanden in diesem Jahr auch angesichts der Terroranschläge von Brüssel unter enorm verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Rund um den Vatikan waren deutlich mehr Polizisten im Einsatz, die Einlasskontrollen wurden nochmals verschärft.

Der Papst prangerte in seiner Osterbotschaft Kriege, Gewalt und menschliches Leid überall auf der Welt an. «Angesichts der geistigen und moralischen Abgründe der Menschheit, angesichts der Leere, die sich in den Herzen zeigt und Hass und Tod hervorbringt, kann nur eine unendliche Barmherzigkeit uns Rettung bringen», sagte er.

«Die Welt ist voll von Menschen, die an Leib und Seele leiden, während die Nachrichten sich mit Meldungen über grausame Verbrechen füllen.»

«Geldgierige Ausbeutung»

Zudem geisselte er eine Misshandlung der Erde durch «geldgierige Ausbeutung», durch die sich die Gleichgewichte der Natur verschöben. «Ich denke besonders an die Bereiche, die von den Wirkungen des Klimawandels betroffen sind.» Der Papst bat um Frieden für Krisen und Konflikte und sprach den verfolgten Christen in aller Welt Mut zu.

Franziskus erinnerte auch an die vielen Menschen «die in eine bessere Zukunft unterwegs sind, die immer grösser werdende Schar der Migranten und Flüchtlinge». Oft begegneten diese Menschen «Tod oder erfahren die Zurückweisung derer, die Aufnahme und Hilfe anbieten könnten». Er forderte, die Politik müsse den Menschen in den Mittelpunkt stellen sowie den Opfern von Konflikten helfen und sie schützen.

Hoffnung für Syrien, Irak, Jemen und Lybien

Für die Friedensgespräche zum Syrien-Konflikt drückte der Papst seine Hoffnung aus, «dass man mit dem guten Willen und der Zusammenarbeit aller Früchte des Friedens ernten» könne. Auch für den Irak, Jemen und Libyen bat er um «eine fruchtbare Begegnung der Völker und der Kulturen».

Im Heiligen Land müsse es zwischen Israel und den Palästinensern einen «gerechten und dauerhaften Frieden mittels direkter und aufrichtiger Verhandlungen» geben, fügte das katholische Kirchenoberhaupt hinzu. Auch für die Konflikte in der Ukraine und in vielen afrikanischen Ländern bat der Papst um Frieden und Lösungen.

(SDA)

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