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«Mein Mann redet viel, ich durfte kein Wort sagen»

Zum Abschluss ihrer Italienreise besuchten Prinz Charles und Camilla den Papst. Als Geschenk brachten sie Selbstgemachtes mit.

Besuch im Vatikan: Charles und Camilla schenken Papst Franziskus einen Korb mit Bioprodukten. (4. April 2017)
Besuch im Vatikan: Charles und Camilla schenken Papst Franziskus einen Korb mit Bioprodukten. (4. April 2017)
Vincenzo Pinto/AP, Keystone
Hoher Besuch in der mittelitalienischen Erdbebenregion: Prinz Charles geht durch die Trümmer von Amatrice. (2. April 2017)
Hoher Besuch in der mittelitalienischen Erdbebenregion: Prinz Charles geht durch die Trümmer von Amatrice. (2. April 2017)
Alessando Bianchi/EPA, Keystone
Derweil genehmigte sich ihr Gatte ein Gläschen in der Villa San Michele.
Derweil genehmigte sich ihr Gatte ein Gläschen in der Villa San Michele.
Maurizio Degl'Innocenti/AP, Keystone
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Während einer Audienz bei Franziskus, zu der Charles gemeinsam mit Ehefrau Camilla am Dienstag im Vatikan war, überreichte der 60-Jährige dem katholischen Kirchenoberhaupt einen Präsentkorb mit Bioprodukten von seinem Landsitz Highgrove.

Darin befanden sich Tee, Schokoloade und Bioprodukte aus dem von Charles bewirtschafteten Anwesen Highrove. Charles wirkte fast schüchtern, als er Franziskus bei der Übergabe des Präsentkorbs sagte: «Es ist unmöglich zu wissen, was man Eurer Heiligkeit schenken sollte!» «Vielleicht können Sie es gebrauchen, oder irgendjemand anderes mag es – das ist alles selbstgemacht.» Camilla versicherte: «Das ist sehr gut.»

Symbol des Friedens

Der Papst überreichte Prinz Charles seinerseits einen Olivenzweig – das Symbol für Frieden – aus Bronze. «Wo auch immer Sie hingehen, Sie werden als ein Mann des Friedens betrachtet werden», sagte der 80-Jährige. «Ich gebe mein Bestes», erwiderte Charles. Der Papst schenkte seinen Gästen zudem Ausgaben dreier wichtiger Schriften, die er seit seiner Wahl zum Papst verfasst hat.

Eine halbe Stunde waren Charles und Camilla beim Papst. Beim Abschied schüttelte Camilla Franziskus die Hand und sagte: «Mein Mann redet viel. Ich durfte kein Wort sagen!»

Start in Florenz

Seit einigen Tagen befinden sich Prinz Charles und Camilla auf Italienreise. Das Paar kam am Freitagabend in Florenz an. Im Blitzlichtgewitter zeigte es sich vor der Brücke Ponte Vecchio.

Das Gedränge war so gross, dass der Bürgermeister von Florenz die Fotografen mit einem scherzhaften «benehmt euch ein wenig besser» zurechtweisen musste. Am Samstag besuchte Charles unter anderem einen britischen Militärfriedhof in Vicenza, Camilla war in Neapel.

Besuch in Amatrice

Danach hat sich Prinz Charles hat sich ein Bild von der Lage in der Erdbebenregion des Landes gemacht. Dabei besuchte der 68-Jährige am Sonntag die zerstörte Stadt Amatrice etwa 120 Kilometer nordöstlich von Rom.

Begleitet von Einsatzkräften besichtigte der britische Thronfolger auch die Sperrzone im historischen Zentrum. Der Bürgermeister von Amatrice verzichtete darauf, den Prinzen in die «zona rossa» zu begleiten: «Ich schaue in die Zukunft. Ich kehre in das historische Zentrum zurück, wenn es wieder aufgebaut ist», sagte Sergio Pirozzi.

Obdachlose demonstrierten

Bei der Erdbebenserie, die am 24. August vergangenen Jahres begonnen hatte, kamen in der Region knapp 300 Menschen ums Leben, Zehntausende wurden obdachlos. Die Gegend wird immer noch von Erdstössen heimgesucht. Am Samstag hatten zahlreiche Obdachlose für mehr Hilfe demonstriert, weil sie sich von der Regierung alleine gelassen fühlen.

SDA/chi

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