Zum Hauptinhalt springen

Pristina bekommt Hardliner als Bürgermeister

Kosovos Hauptstadt Pristina und die Stadt Kosovska Mitrovica werden künftig von Hardlinern regiert. Sie gingen als Gewinner aus den Kommunalwahlen hervor.

Neuer Bürgermeister von Pristina: Shpend Ahmeti (Bildmitte) wird von seinen Anhängern gefeiert. (1. Dezember 2013)
Neuer Bürgermeister von Pristina: Shpend Ahmeti (Bildmitte) wird von seinen Anhängern gefeiert. (1. Dezember 2013)
Keystone

Bei der Kommunalwahl im Kosovo haben sich in der Hauptstadt Pristina und in der Stadt Kosovska Mitrovica jeweils Hardliner durchgesetzt: Bürgermeister von Pristina wird der Kandidat der nationalistischen albanischen Bewegung Vetevendosje (Selbstbestimmung), Shpend Ahmeti. Das zeigten die am Montag bekanntgegebenen Auszählungsergebnisse. Die Bewegung lehnt das Mitspracherecht von EU- und Nato-Vertretern in Sicherheitsbelangen ab.

In Kosovska Mitrovica, wo eine grosse serbische Minderheit lebt, gewann Krstimir Pantic, der Bürgermeisterkandidat, der von der serbischen Regierung in Belgrad unterstützt wurde. Pantic setzte sich gegen den unabhängigen Kandidaten Oliver Ivanovic durch. In zehn von 29 Städten des Kosovo gewannen die Kandidaten der Demokratischen Liga (LDK). Im Kosovo mit seinen insgesamt rund 1,8 Millionen Einwohnern leben 120'000 Serben.

Die erste Runde der Kommunalwahlen im mehrheitlich serbischen Norden musste Mitte November teilweise wiederholt werden, nachdem serbische Ultranationalisten in drei Wahllokale in Mitrovica eingedrungen waren und Wahlurnen zerstört hatten.

Der Urnengang am Sonntag wurde von der Polizei sowie Soldaten der Nato-Truppe KFOR und Sicherheitskräften der Polizei- und Justizmission der EU im Kosovo abgesichert.

der Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Belgrad und die Kosovo-Serben erkennen die Unabhängigkeit nicht an. Eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Pristina und Belgrad ist Voraussetzung für die von Serbien gewünschte Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit der EU, die im Januar beginnen könnten. Auch die Regierung des Kosovo strebt einen Beitritt zur Europäischen Union an.

SDA/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch