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Proteste nach Razzia gegen mazedonischen Oppositionssender

In der Hauptstadt Skopje prüften Sicherheitskräfte die Personalien von Journalisten des Fernsehsenders A1. Mehrere Journalisten wurden an der Arbeit gehindert. Tausende demonstrierten gegen die Razzia.

Tumulte vor dem Haupteingang: Tausende demonstrieren gegen die Razzia beim TV-Sender in Skopje.
Tumulte vor dem Haupteingang: Tausende demonstrieren gegen die Razzia beim TV-Sender in Skopje.
Keystone

Der wichtigste oppositionelle Fernsehsender in Mazedonien ist ins Visier der Polizei gerückt. Wie der Chefredaktor des Senders A1, Mladen Cadikovski, am Donnerstagabend in der Hauptstadt Skopje erklärte, prüften Sicherheitskräfte die Personalien der Journalisten; zwei von ihnen seien an der Arbeit gehindert worden.

Ein Polizeisprecher sagte, Beamte hätten lediglich Kollegen von der Steuerfahndung geholfen, die wegen Betrugsverdachts gegen den Geschäftsmann Velija Rankovski ermittelten. Rankovski gehört der Sender A1.

Massiver Protest gegen die Razzia

Gegen die Razzia protestierten mehrere tausend Menschen in Skopje. Unter ihnen waren auch Mitglieder der grössten Oppositionspartei, der sozialdemokratischen SDSM. A1 berichtet regelmässig kritisch über die konservative Regierung von Ministerpräsident Nikola Gruevski. Das seit 1991 unabhängige Mazedonien, das früher zu Jugoslawien gehörte, möchte Mitglied von EU und NATO werden.

AFP/pbe

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