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Pussy Riot kommen frei

Die beiden in Straflagern inhaftierten Mitglieder der Punkband Pussy Riot fallen unter die von der russischen Duma beschlossene Amnestie.

Nicht mehr länger Gitterstäbe vor der Freiheit: Nadeschda Tolokonnikowa, hier bei einer Verlegung vom Gefängnis ins Gericht. (26. Juli 2013)
Nicht mehr länger Gitterstäbe vor der Freiheit: Nadeschda Tolokonnikowa, hier bei einer Verlegung vom Gefängnis ins Gericht. (26. Juli 2013)
Keystone

Das sagte Wladimir Putin vor 1300 Journalisten in Moskau. Die Aussage galt als wichtiges Signal an den Strafvollzug, die zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilten jungen Mütter Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina nun freizulassen. Die beiden Musikerinnen «können theoretisch noch heute herauskommen», sagte die Anwältin der Gegnerinnen von Kremlchef Wladimir Putin, Irina Chrunowa, der Agentur Interfax. Die Angehörigen der Frauen seien bereits zu den jeweiligen Straflagern gereist, um die Frauen zu begrüssen.

Die Staatsduma hatte am Mittwoch eine Massenamnestie beschlossen, die auch einzelne Gegner Putins betrifft. Der Strafvollzug hat laut der Anordnung sechs Monate Zeit, den Gnadenakt umzusetzen.

Demnach müssen die beiden Frauen von Pussy Riot mehrere Dokumente vorlegen, um in Freiheit zu kommen – zum Beispiel einen Nachweis, dass sie das Erziehungsrecht für ihre minderjährigen Kinder haben.

Tolokonnikowa und Aljochina waren im vergangenen Jahr nach einem Anti-Putin-Protest in einer Kirche wegen Rowdytums verurteilt worden. Das Vorgehen der Justiz hatte weltweit Kritik ausgelöst. Die Strafe würde im März enden.

Zugeständnis an den Westen

Dass sie nun freikommen, werten Beobachter als Zugeständnis des Kremls an den Westen vor den Olympischen Winterspielen. Diese werden am 7. Februar in Sotschi eröffnet. Die Staatsduma hatte am Mittwoch eine Massenamnestie beschlossen, die auch einzelne Putin-Gegner betrifft. Der Strafvollzug hat sechs Monate Zeit, den Gnadenakt umzusetzen.

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