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Rechtspopulist Wilders will in die Regierung

Nach dem guten Abschneiden seiner Partei bei der Parlamentswahl in den Niederlanden will der Rechtspopulist Geert Wilders nun Vize-Premierminister werden.

Jubel bei Wilders, Entsetzen bei seinen Gegnern: Der Kandidat feiert mit seinen Anhängern den Wahlerfolg.
Jubel bei Wilders, Entsetzen bei seinen Gegnern: Der Kandidat feiert mit seinen Anhängern den Wahlerfolg.
Reuters

«Wir sind die grossen Gewinner des Tages», rief der umstrittene Politiker Wilders vor seinen Anhängern in Den Haag, «wir wollen regieren.» Laut Teilresultaten vom Donnerstagmorgen errang Wilders Partei für die Freiheit (PVV) bei der Wahl am Mittwoch 24 Sitze im neuen Parlament. Bisher hatte sie nur neun Abgeordnete gestellt. «Mehr Sicherheit, weniger Kriminalität, weniger Einwanderung, weniger Islam – das ist es, was die Niederlande gewählt haben», triumphierte Wilders.

Nach Auszählung von 88 Prozent der Stimmen führte die Partei VVD von Spitzenkandidat Mark Rutte nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP mit einem Sitz Vorsprung vor den Sozialdemokraten. Die Liberalen stellen den aktuellen Angaben zufolge im neuen Parlament 31 der insgesamt 150 Abgeordneten, die Sozialdemokraten kommen auf 30 Sitze.

Keine der 18 zur Wahl angetretenen Parteien hat eine Chance auf eine alleinige Regierungsmehrheit. Der Wahlsieger erhält den Auftrag zur Regierungsbildung. Der Spitzenkandidat der VVD, Mark Rutte, hatte vor dem Urnengang mehrfach erklärt, er wolle keine Partei für eine Koalition ausschliessen. Das könnte dazu führen, dass Wilders in die Regierung kommt. Er hatte bereits Interesse am Amt des Vize-Regierungschefs bekundet.

AFP/raa

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