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Rückzug der Russen hat begonnen

Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben den Abzug ihrer Truppen aus dem Konfliktgebiet in Georgien gestartet.

«Russland hat ehrenvoll die Aggression Georgiens gegen Südossetien abgewehrt und beendet heute auf Kommando des Oberbefehlshabers diese Mission», sagte der stellvertretende Generalstabschef Anatoli Nogowizyn in Moskau. Russland ziehe auch seine Truppen aus der Stadt Gori im georgischen Kernland ab. Von dort gehe keine militärische Gefahr mehr aus.

Der Abzug war vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in dessen Eigenschaft als EU-Ratsvorsitzendem zwischen Russland und Georgien vermittelt worden. Beide Länder hatten einen mehrtägigen Krieg um die von Georgien abtrünnige Region Südossetien geführt. Im Verlauf der Kampfhandlungen waren russische Truppen ins georgische Kernland einmarschiert.

Unklare Lage

In Georgien gab es zunächst noch keine Anzeichen für den Rückzug. Viele Menschen warteten gespannt auf Bewegungen bei den russischen Truppen, die weiter grosse Teile Georgiens kontrollieren. Die Nachrichtenagentur RIA-Nowosti berichtete, einige russische Militärfahrzeuge hätten sich am Montag von Südossetien auf den Weg nach Russland gemacht.

Der Präsident der Region, Eduard Kokoity, bat die Regierung in Moskau, einen ständigen Stützpunkt in Südossetien einzurichten. Bislang sind russische Soldaten in dem Gebiet nur als Friedenstruppen stationiert.

(sda/ap)

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