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Rumäne aus Überzeugung

Verlässlich, ehrlich und weitgehend skandalfrei: Mit Klaus Johannis haben die Rumänen einen Deutschstämmigen zu ihrem Präsidenten gewählt. Er verkörpert die Tugenden, die viele den Politikern ihres Landes absprechen.

Der neue rumänische Präsident: Klaus Johannis feiert in Bukarest seinen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen. (16. November 2014)
Der neue rumänische Präsident: Klaus Johannis feiert in Bukarest seinen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen. (16. November 2014)
Radu Sigheti, Reuters
Gehört zur deutschen Minderheit und stammt aus der siebenbürgischen Stadt Sibiu (deutsch: Hermannstadt): Klaus Johannis. (16. November 2014)
Gehört zur deutschen Minderheit und stammt aus der siebenbürgischen Stadt Sibiu (deutsch: Hermannstadt): Klaus Johannis. (16. November 2014)
Radu Sigheti, Reuters
Ging für die Nationalliberalen Partei in Rennen: Klaus Johannis beim Verlassen eines Wahllokals. (16. November 2014)
Ging für die Nationalliberalen Partei in Rennen: Klaus Johannis beim Verlassen eines Wahllokals. (16. November 2014)
Epa/Mihai Barbu, Keystone
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«Wir haben unser Land zurückgewonnen» war die erste Reaktion von Klaus Johannis, nachdem das Wahlergebnis bekannt wurde. Wohl zum letzten Mal machte damit Rumäniens Staatspräsident seinen Gegnern klar, was er im Wahlkampf immer wieder betonen musste: Auch als Angehöriger der deutschen Minderheit sei er vollwertiger Rumäne, mit allen Pflichten, aber auch allen Rechten. Nicht nur Zugehörigkeit zur Volksgruppe der Siebenbürger Sachsen, auch sein protestantisches Religionsbekenntnis und seine Kinderlosigkeit wurden dem 55-Jährigen zum Vorwurf gemacht. Die rumänische orthodoxe Kirche empfahl deshalb sogar den Sozialdemokraten Victor Ponta zur Wahl. Zuletzt aber überwog bei den rumänischen Wählern doch die Angst vor der Macht- und Ämterkumulation Pontas.

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