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Russland unterzeichnet umstrittenen Rüstungsdeal

Russland unterzeichnete heute den Rüstungsdeal für zwei französische Kriegsschiffe. Der Kaufpreis der Mistral-Schiffe knackt die Milliarden-Grenze.

Neu auch für russische Streitkräfte in Einsatz: Das französische Kriegsschiff Mistral im Hafen von St. Petersburg. (Archivbild)
Neu auch für russische Streitkräfte in Einsatz: Das französische Kriegsschiff Mistral im Hafen von St. Petersburg. (Archivbild)
Keystone

Erfolgreicher Abschluss eines umstrittenen Rüstungsdeals: Nach jahrelangen Verhandlungen hat Russland heute den Kaufvertrag für zwei französische Kriegsschiffe vom Typ Mistral unterzeichnet.

Vertreter des russischen Unternehmens Rosoboronexport und des französischen Herstellers DCNS setzten in Anwesenheit des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in St. Petersburg ihre Unterschrift unter den Vertrag.

Kaufpreis beträgt gut 1,1 Milliarden Euro

Der französische Aussenhandelsstaatssekretär Pierre Lellouche sprach von einer «geschichtlich und psychologisch neuen Seite», die damit aufgeschlagen werde. Den Kaufpreis gab Lellouche mit gut 1,1 Milliarden Euro an.

Russland hatte Ende Mai zugesagt, insgesamt vier der französischen Helikopterträger zu kaufen. Zwei davon soll Frankreich liefern, die anderen beiden - für die es einen gesonderten Vertrag geben wird - sollen in Russland gebaut werden.

Schiff fasst bis zu 900 Soldaten

Moskau hatte seit 2009 mit Paris über den Rüstungsdeal verhandelt und dabei auch verlangt, dass Frankreich technisches Knowhow weitergibt. Die 200 Meter langen «Mistral»-Schiffe können bis zu 900 Soldaten, sechs Helikopter, 13 Panzer sowie 100 weitere Fahrzeuge transportieren.

Es ist das erste Mal, dass ein Nato-Staat derartige Rüstungsgüter an Moskau verkauft. Das Geschäft wurde sowohl von den USA als auch von den russischen Nachbarn kritisiert.

SDA/mrs

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