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Sass der «dritte Mann» bloss auf dem Sofa?

Italien vermeldet voller Stolz die Verhaftung eines flüchtigen Attentäters von Tunis. Doch die Geschichte wackelt.

24 Menschen kamen ums Leben: Tunesische Polizisten bewachen nach dem Anschlag das Bardo-Museum in Tunis. (19. März 2015)
24 Menschen kamen ums Leben: Tunesische Polizisten bewachen nach dem Anschlag das Bardo-Museum in Tunis. (19. März 2015)
Reuters

Die italienischen Medien zeigen sein Foto samt Namen und persönlichen Daten, als wäre sein Fall ganz klar. Abdel Majid Touil war auf dem Weg zur Caritas, als ihn die Polizei in Gaggiano bei Mailand verhaftete. Der arbeitslose Marokkaner, 22 Jahre alt, jugendliche Gesichtszüge, ass oft bei der katholischen Hilfsorganisation. Und vielleicht wird auch dieses Detail aus seinem Alltag noch einmal wichtig werden – oder zumindest denkwürdig. Touil soll ein islamistischer Terrorist sein. So jedenfalls sehen es die tunesischen Behörden. Am vergangenen 18. März soll Touil am Attentat auf das Museum von Bardo in Tunis beteiligt gewesen sein. 24 Menschen kamen um, unter ihnen viele Touristen. War Touil gar der sogenannte dritte Mann des Kommandos, jener, der entkam?

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