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Separatisten sollen Flüchtlinge beschossen haben

«Zahlreiche Tote»: Nach Angaben der ukrainischen Armee haben Rebellen nahe Luhansk einen Flüchtlingskonvoi mit Raketen beschossen. Frauen und Kinder sollen sich unter den Opfern befinden.

Kämpfen weiter: Prorussische Rebellen auf einem Lastwagen in der Ostukraine. (17. August 2014)
Kämpfen weiter: Prorussische Rebellen auf einem Lastwagen in der Ostukraine. (17. August 2014)
AP Photo/Sergei Grits, Keystone

Beim Beschuss eines Flüchtlingskonvois durch prorussische Separatisten im Osten der Ukraine sind nach Angaben Kiews «zahlreiche» Menschen getötet worden. Die Rebellen hätten die fliehenden Zivilisten nahe Luhansk mit Mörsern und Grad-Raketenwerfern aus Russland beschossen, erklärte der ukrainische Armeesprecher Andrei Lyssenko. «Viele Zivilisten» seien bei dem Angriff auf einer Strasse östlich der Stadt getötet worden, darunter Frauen und Kinder.

Den Angaben zufolge fand der Angriff im Norden von Luhansk zwischen Chriaschtschuwate und Nowoswitliwka statt. Der Konvoi sei dort in einem humanitären Korridor unterwegs gewesen, über den in zwei Tagen bereits mehr als 1800 Menschen aus Luhansk geflohen sind. Die ukrainischen Streitkräfte hätten Chriaschtschuwate zurückerobert, doch bei einem Gegenangriff der Rebellen seien die Flüchtlinge «mitten in die Kampfzone» geraten, sagte Lyssenko.

Separatisten widersprechen

Ein Sprecher der Separatisten widersprach Kiew. Man habe keinen Konvoi attackiert. Vielmehr habe die ukrainische Armee selber das Gebiet beschossen.

Die ostukrainische Grossstadt Luhansk wird seit Wochen von der ukrainischen Armee belagert, doch leisten die in der Stadt verschanzten Separatisten erbitterten Widerstand. Zehntausende Zivilisten flohen bereits aus dem Kampfgebiet. Die Regierung in Kiew beschuldigt Russland, die Rebellen mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen. In den vergangenen Tagen wurden wiederholt russische Militärkolonnen gemeldet, die über die Grenze in die Ukraine eindrangen.

AFP/mw

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