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Separatisten sprengen riesige Skulptur in Donezk

Rebellen haben in der Ostukraine mehrere Kunstwerke zerstört. Ein Kriegsreporter vergleicht die Handlungen der Separatisten gar mit jenen des IS.

Militärs der selbsternannten «Donezker Volksrepublik» haben um den 22. Juni in Donezk eine überdimensionale Skulptur des international renommierten Künstlers Pascale Marthine Tayou in die Luft gesprengt. Dies zeigt ein Video, das die aus Donezk vertriebene Kunstinstitution Izolyatsia in der Nacht im Internet veröffentlichte.

Das etwa zwanzig Sekunden lange Video zeigt eine Handvoll derb fluchender Männer in Uniform, welche die Sprengung des Kunstwerks mit den Worten «Die letzten Tage des roten Hutes, verdammt!» einleiten.

Hommage an die Frauen

Gemeint ist die Installation «Make up!» des aus Kamerun stammenden Documenta- und Biennale-Teilnehmers Pascale Marthine Tayou, der in der Industriemetropole 2012 einen gigantischen Lippenstift auf einem Industrieschlot montiert hatte. Tayou hatte seine Arbeit als Hommage an die Frauen von Donezk verstanden, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau der zerstörten Stadt geleistet hatten.

Der bekannte Moskauer Journalist und Kriegsreporter Ilja Barabanow verglich die Sprengung, die am oder kurz vor dem 22. Juni 2015 erfolgt ist, auf Facebook mit Handlungen des Islamischen Staates in Syrien und im Irak.

Mehrere Kunstwerke betroffen

Laut Angaben von Izolyatsia, deren Donezker Location im Juli 2014 von bewaffneten Freischärlern besetzt und auch als Gefängnis verwendet wurde, handelt es sich nicht um die erste Zerstörung von zeitgenössischen Kunstwerken in der selbsterklärten «Donezker Volksrepublik».

Zahlreichen Arbeiten international renommierter Künstler, die in Donezk zurückgelassen werden mussten, seien – so erklärt Izolyatsia – zwischenzeitlich einfach zerstört, als Altmetall abgegeben oder zum Bau von Strassensperren verwendet worden.

SDA/dia

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