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Serbischer Hardliner wird Bürgermeister in Mitrovica

Beim vierten Anlauf zu einer Bürgermeisterwahl in Nordkosovo hat sich ein Hardliner durchgesetzt. Die Wahl wurde von Gewalt überschattet.

Mehrere Abstimmungsversuche scheiterten wegen Gewalt und Einschüchterungen: Italienische Polizisten stehen neben einer serbischen Fahne im Nordteil der Stadt Mitrovica. (23. Februar 2014).
Mehrere Abstimmungsversuche scheiterten wegen Gewalt und Einschüchterungen: Italienische Polizisten stehen neben einer serbischen Fahne im Nordteil der Stadt Mitrovica. (23. Februar 2014).
AFP

Auf Goran Rakic seien gestern beim Urnengang in Mitrovica 52,6 Prozent der Stimmen entfallen. So lautete das vorläufige amtliche Ergebnis für die Bürgermeisterwahl. Rakics grösster Rivale Oliver Ivanovic sitzt in Haft. Er soll laut einem EU-Staatsanwalt 1999 Kriegsverbrechen an ethnischen Albanern und ein Jahr später einen Mord begangen haben.

Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl kam es zu tödlicher Gewalt: Ein anderer Kandidat, Dimitrije Janicijevic, wurde im Januar vor seinem Haus erschossen. Beim ersten Anlauf zur Wahl im vergangenen November zerstörten Unbekannte zudem Wahlurnen und anderes Material. Die Taten wurden serbischen Extremisten zugeschrieben. Weitere Abstimmungsversuche scheiterten an weiterer Gewalt und Einschüchterungen. Vor diesem Hintergrund verstärkten Nato-Friedenstruppen und die Polizisten der EU zuletzt die Sicherheitsvorkehrungen.

Der Kosovo, eine ehemalige Provinz Serbiens, erklärte sich 2008 für unabhängig. Serbien und mehrere andere Staaten erkennen es aber nicht als Staat an. Zudem stellen nationalistische Serben im Norden des Kosovos die Autorität der Regierung in Pristina infrage.

SDA/ldc

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