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Sieger und Verlierer zur Einigung verdammt

Nicht am Wahltag, sondern tags darauf wird entschieden, ob Griechenland noch eine Chance hat oder endgültig im Chaos versinkt.

Sollte er den Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone riskieren, wird er es mit seinen eigenen Wählern zu tun bekommen: Alexis Tsipras an einer Wahlveranstaltung am 14. Juni.
Sollte er den Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone riskieren, wird er es mit seinen eigenen Wählern zu tun bekommen: Alexis Tsipras an einer Wahlveranstaltung am 14. Juni.
Keystone

Als der legendäre amerikanische Gangster Willie Sutton gefragt wurde, warum er Banken ausraube, soll er gesagt haben: «Weil dort das Geld ist.» Angewandt auf die griechische Politik könnte dieselbe schlichte Logik lauten: Wer über eine der beiden bislang staatstragenden Parteien ins Parlament strebte, der tat dies – von rühmlichen Ausnahmen immer abgesehen –, weil nach einem Wahlsieg rund 40'000 lukrative Jobs im Staat winkten – für die eigene Klientel. Und es gab immer genug Günstlinge, die darauf warteten, für ihre Stimme belohnt zu werden.

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