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«Signal an Verfasser wissenschaftlicher Arbeiten»

Der Rücktritt des deutschen Ministers Karl-Theodor zu Guttenberg löst Freude aus – nicht nur bei den politischen Gegnern, auch bei den Wissenschaftlern.

In der Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg meldete sich die Wissenschaftselite in den letzten Tagen immer deutlicher zu Wort. Klartext sprach vor allem Oliver Lepsius, Rechtsprofessor an der Universität Bayreuth und Nachfolger von Guttenbergs Doktorvater. «Wir sind einem Betrüger aufgesessen. Es ist ein Ausmass an Dreistigkeit, das wir bisher nicht gesehen haben», sagte Lepsius. Und er forderte Guttenberg auf, sein Amt zur Verfügung zu stellen.

Nach dem heutigen Rücktritt des CSU-Politikers vom Amt des Verteidigungsministers dürfte die Wissenschaftsgemeinde zufrieden sein. Stellungnahmen sind allerdings rar. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verwies auf Anfrage von Redaktion Tamedia auf eine kürzlich gegebene Erklärung ihres Präsidenten Matthias Kleiner, bei der es um die Bedeutung von Wahrhaftigkeit, Redlichkeit und Vertrauen in der Wissenschaft geht. Wie die DFG verlauten liess, betrachtet sie «den Rücktritt von Herrn zu Guttenberg als rein politische Angelegenheit, die sie nicht kommentieren will». Der Bayreuther Professor Lepsius war am Dienstag nicht erreichbar.

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