Zum Hauptinhalt springen

Spanischer König bittet Lateinamerika um Hilfe

Am Iberoamerikanischen Gipfel sind die Regierungen aus lateinamerikanischen Ländern mit Spanien und Portugal zusammengetroffen. König Juan Carlos ruft die Partner auf, Europa in der Bewältigung der aktuellen Krise zu unterstützen.

«Unsere Blicke richten sich auf euch»: Spaniens König Juan Carlos (rechts) trifft in Cadiz auf den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos. (16. November 2012)
«Unsere Blicke richten sich auf euch»: Spaniens König Juan Carlos (rechts) trifft in Cadiz auf den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos. (16. November 2012)
Keystone

Staats- und Regierungschefs aus lateinamerikanischen Ländern sind gestern zum Iberoamerikanischen Gipfel mit Spanien und Portugal in der andalusischen Stadt Cadiz zusammengekommen. Bei der Eröffnung des Treffens bat der spanische König Juan Carlos die lateinamerikanischen Partner um Hilfe bei der Bewältigung der aktuellen Krise in Europa.

«Iberoamerika ist im Aufstieg. Der Kontinent wächst, verringert die Armut und verbessert den sozialen Zusammenhalt», zitierte die Zeitung «El País» das spanische Staatsoberhaupt auf ihrer Internetseite. «Auf dieser Seite des Atlantiks sehen wir uns hingegen mit einer schwierigen Situation konfrontiert – ausgelöst von der Wirtschafts- und Finanzkrise. Unsere Blicke richten sich auf euch. Wir brauchen mehr Iberoamerika.»

Proteste zum Auftakt des Treffens

Die beiden ehemaligen Kolonialmächte Spanien und Portugal leiden derzeit schwer unter Rezession und Schuldenkrise. Lateinamerika hingegen erfreut sich eines soliden Wachstums. Für 2012 erwartet die OECD zwar einen leichten Rückgang von 4,4 Prozent im Vorjahr auf 3,2 Prozent. Für 2013 wird aber schon wieder ein Anstieg auf 4 Prozent Wirtschaftswachstum vorhergesagt.

Gegen Massenentlassungen protestierende Werftarbeiter versuchten am Nachmittag, den Auftakt des Treffens zu stören und behinderten eine Stunde lang den Verkehr. Die Polizei ging mit Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor.

dapd/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch